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Wenn Schüler ständig über Bauchschmerzen und Schlafstörungen klagen, kann das auch ein Zeichen für psychische Probleme sein. In Baden-Württemberg ist der Bedarf an professioneller Hilfe gestiegen.

Psychische Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen nehmen zu

Stuttgart. Immer mehr Kinder und Jugendliche im Südwesten sind wegen psychischer Krankheiten in Behandlung. Das geht aus einer Auswertung der Versichertendaten der AOK Baden-Württemberg hervor.

Demnach waren im vergangenen Jahr rund 8900 Versicherte im Alter von 5 bis 19 Jahren in Therapie. Das sind 12,5 Prozent mehr als noch 2014. Einer Ärztin der Krankenkasse zufolge lasse sich der Anstieg auch damit erklären, dass das Thema mehr Beachtung finde. «Das Robert Koch-Institut weist darauf hin, dass die Aufmerksamkeit für psychische Erkrankungen zugenommen und sich das Diagnoseverhalten der Ärzte verändert habe», sagte Sabine Knapstein.

Eine Studie des Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland hatte ergeben, dass zuletzt etwa 16,9 Prozent der Kinder und Jugendlichen psychisch auffällig waren.