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Weil er sich heftig gegen eine Kontrolle wehrte und Polizisten beleidigte, landete ein 17-jähriger Syrer letztendlich in einer psychatrischen Einrichtung.
Weil er sich heftig gegen eine Kontrolle wehrte und Polizisten beleidigte, landete ein 17-jähriger Syrer letztendlich in einer psychatrischen Einrichtung. © Symbolbild PZ
16.08.2016

Psychischer Ausnahmezustand: 17-Jähriger wehrt sich gegen Kontrolle und landet in Psychatrie

Leonberg. Wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ermittelt das Polizeirevier Leonberg derzeit gegen einen 17-jährigen Flüchtling aus Syrien. Der junge Mann wehrte sich zunächst heftig gegen eine Kontrolle, beleidigte die Polizisten und landete schlussendlich in einer psychatrischen Einrichtung.

Der 17-Jährige hielt sich am Montagabend gemeinsam mit weiteren jungen Leuten im Grünbereich des Zugangsportals zum Engelbergtunnel am Ende der Gerlinger Straße auf. Gegen 20 Uhr alarmierte eine Anwohnerin die Polizei, da die Gruppe dem Alkohol frönte und es offenbar auch zu einer Schlägerei gekommen war.

Der alkoholisierte junge Mann verhielt sich gegenüber den Polizisten äußerst aggressiv, als sie ihn und zwei weitere 17 und 18 Jahre alte Asylbewerber kontrollieren wollten. Schließlich sollten dem Syrer, der den Beamten mit Schlägen drohte, Handschließen angelegt werden.

Doch der junge Mann riss seine Arme aus dem Griff der Polizisten und versuchte erneut, sich der Kontrolle zu entziehen, so dass er zu Boden gebracht werden musste. Auf dem Boden wehrte er sich weiterhin heftig gegen die Maßnahme und beleidigte die Polizeibeamten. Als sein ebenfalls alkoholisierter 18-jähriger Begleiter versuchte ihm zu helfen, wurden auch ihm Handschließen angelegt.

Wie sich im weiteren Verlauf herausstellte, hatte sich der 17-jährige Syrer, der vermutlich unter dem Eindruck einer psychischen Ausnahmesituation stand, zuvor selbst Verletzungen zugefügt. Seine beiden 17 und 18 Jahre alten Bekannten hatten versucht, dies zu unterbinden, was zu einem Gerangel führte, bei dem die jungen Männer leicht verletzt wurden.

Da der junge Syrer auch in Gegenwart der Polizisten davon sprach, sich etwas antun zu wollen, wurde er zunächst zum Polizeirevier Leonberg gebracht, daraufhin in einem Krankenhaus untersucht und schlussendlich in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Sein ein Jahr älterer, afghanischer Bekannter musste die Nacht in der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers verbringen.