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© dpa
19.04.2012

Puppensammlerin löst Alarm um Babyleiche aus

Neu-Ulm. Eine Puppensammlerin hat in Schwaben einen Alarm um eine vermeintliche Babyleiche ausgelöst. Die Frau hatte die lebensecht aussehende Babypuppe in Neu-Ulm auf einer Parkbank abgelegt, weil ihr die Puppe nicht mehr gefiel. Die 45-Jährige sagte nach Polizeiangaben vom Donnerstag, dass sie sich dachte, sie würde dem Finder eine Freude bereiten, wenn sie die Puppe gut sichtbar auf einer Bank ablege.

Statt Freude erregte die Nachbildung bei Finder und Polizei am Mittwoch hingegen Aufregung: Ein Spaziergänger hatte an der Donau eine Tasche mit der Puppe entdeckt und vermutet, es handele sich um ein totes Baby. Sogar die alarmierten Einsatzleute von Polizei und Rettungsdienst gingen zunächst von einem toten Säugling aus. Erst als die Kripo hinzugezogen und das vermeintliche Kind näher betrachtet wurde, bemerkten die Beamten den Irrtum.

Die Eigentümerin gab an, dass sie eine Sammlerin dieser Art von Puppen sei und noch mehrere Exemplare zu Hause habe. Sie hatte das Stück für 200 Euro im Internet gekauft. Über die möglichen Folgen ihrer Aktion sei sich die 45-Jährige nicht bewusst gewesen.

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