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Der Reutlinger Chef (Symbolbild) der Hells Angels sitzt wegen eines Racheakts in U-Haft.
Der Reutlinger Chef (Symbolbild) der Hells Angels sitzt wegen eines Racheakts in U-Haft. © Symbolbild: dpa
06.06.2013

Racheaktion: Chef der Reutlinger Hells Angels in U-Haft

Gegen den vor zwei Wochen festgenommenen Präsidenten der Reutlinger Hells Angels wird wegen einer Vergeltungsaktion ermittelt. Der 47-Jährige soll von einem Reutlinger Gastwirt 10.000 Euro als Wiedergutmachung verlangt haben, weil in dessen Lokal vorher ein Mitglied der Rockergruppe verletzt worden war.

Mit einem schweren Hammer habe der Rocker zunächst mehrere Gäste bedroht und einen Biertisch nach einem Gast geworfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Tübingen am Donnerstag. Anschließend sei der Rockerchef auch noch auf den Wirt losgegangen.

Bei einer Verurteilung wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung drohen dem Präsidenten der Rockergruppe bis zu elf Jahre Haft. Der 47-Jährige hatte sich am 25. Mai in einem Frankfurter Hotel widerstandslos festgenommen lassen. Die Ermittlungen würden sich voraussichtlich noch mehrere Wochen hinziehen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Auch Pforzheimer Hells Angels standen in den vergangenen Jahren immer wieder vor Gericht. Nach zwei Razzien in Folge einer Massenschlägerei mit beinahe tödlichen Messerstichen und Schüssen aus einer scharfen Waffe wurde schließlich die Pforzheimer Ortsgruppe der Hells Angels verboten.