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15.11.2010

Rätsel um Brandursache im Karlsruher Zoo geht weiter

KARLSRUHE. Nach dem Feuer im Karlsruher Zoo ist weiterhin unklar, ob die Flammen durch Brandstiftung oder durch einen technischen Defekt entstanden sind. Kriminalpolizei und Gutachter untersuchten nach Angaben der Polizei am Montag die Brandstelle gründlich. Die vier Elefanten, die am Brandtag bereits im Rauch standen, sich aber relativ gelassen retten ließen und auch schnell beruhigten, weisen nach ersten Untersuchungen doch Brandwunden auf.

Bildergalerie: Der Tag nach dem Brand im Karlsruher Zoo

«Im Moment ist alles offen», sagte ein Polizeisprecher und relativierte damit frühere Aussagen. Am Sonntag war die Polizei «eher von Brandstiftung» ausgegangen, weil unweit des Zoogeländes auch zwei Mülltonnen in Flammen aufgegangen waren. Doch auch ein technischer Defekt ist weiterhin möglich.

Bildergalerie: Brand im Karlsruher Zoo: 26 Tiere sterben - Teil 3

Das Feuer war am frühen Samstagmorgen im Gehege der Streicheltiere ausgebrochen; alle 26 Tiere starben. Zwei Flusspferde wurden unverletzt gerettet, die vier Elefanten trugen, wie sich jetzt herausstellte, Brandwunden davon. Sie werden derzeit mit Schmerzmitteln und Antibiotika behandelt, sagte Zoo-Direktorin Gisela von Hegel. Während man bei den Flusspferden erst das Wasser im Hausbecken ablassen und neues Wasser im Außengehege einlassen musste, um sie ins Freie zu locken, gingen die Elefanten trotz der großen Gefahr und akuten Bedrohung durch den Brandrauch zügig und ruhig nach draußen.

Bildergalerie: Brand im Karlsruher Zoo: 26 Tiere sterben - Teil 2

Bildergalerie: Brand im Karlsruher Zoo: 26 Tiere sterben - Teil 1