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Die Mönche von Neresheim könnten die rätselhaften Millionen, die 2013 im Kloster gefunden wurden, so gut gebrauchen. Sie fassen das Geld aber erst an, wenn es unwiderruflich ihnen gehört. Das dauert.
Die Mönche von Neresheim könnten die rätselhaften Millionen, die 2013 im Kloster gefunden wurden, so gut gebrauchen. Sie fassen das Geld aber erst an, wenn es unwiderruflich ihnen gehört. Das dauert. © dpa
03.06.2017

Rätsel um Millionenfund: Neresheimer Mönche fassen Geld noch nicht an

Neresheim. Die Mönche von Neresheim könnten die rätselhaften Millionen, die 2013 im Kloster gefunden wurden, so gut gebrauchen. Sie fassen das Geld aber erst an, wenn es unwiderruflich ihnen gehört. Das dauert.

Der Streit um die rätselhaften Klostermillionen von Neresheim ist immer noch nicht zu Ende. Erst, wenn absolute Rechtssicherheit bestehe, würden die Mönche auf das ihnen vom Oberlandesgericht Stuttgart zuerkannte Geld zugreifen, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Aktuell stünden aber noch Entscheidungen vom Bundesgerichtshof aus, von denen die letzte bis Ende September fallen muss. Ein Anwalt, der auf Herausgabe eines Teils der Millionen geklagt hatte, lässt in Karlsruhe derzeit noch eine sogenannte Nichtzulassungsklage prüfen.

Die Mönche des Klosters Neresheim hätten die Summe von vier Millionen Euro vorsichtshalber noch nicht angefasst, berichtete Max Hohenberg, obwohl sie es für diverse Arbeiten an der historischen Klosteranlage sehr gut gebrauchen könnten.

Ein früherer Abt des Benediktiner-Klosters auf der Schwäbischen Alb hatte die Millionen Euro heimlich auf einem Wertpapier- und einem Spendenkonto gebunkert. Nach seinem Tod 2013 wurden die Unterlagen dazu in einem alten Sekretär gefunden. Das Wissen über die Herkunft hatte der Mönch mit ins Grab genommen.

Das Oberlandesgericht Stuttgart hatte verschiedene Klagen auf Herausgabe eines Teils der Summe später abgewiesen. Die Kläger hätten ihre vermeintlichen Ansprüche nicht ausreichend belegen können, hieß es. So hatte zuvor auch schon das Landgericht Ellwangen entschieden.