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05.02.2015

Rätselhaftes Affensterben in der Stuttgarter Wilhelma

Stuttgart. Nach dem Tod mehrerer Tiere im Affenhaus der Stuttgarter Wilhelma soll nun die Lüftungstechnik in dem 2013 eröffneten Gebäude überprüft werden. Die Zoo-Leitung, das Land sowie Bauphysiker würden in der kommenden Woche Luftstrommessungen in dem 22 Millionen Euro teuren Bau durchführen, berichtete die «Stuttgarter Zeitung».

Dabei soll herausgefunden werden, wie kalte Zugluft künftig vermieden werden kann. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass die fehlerhafte Luftzufuhr möglicherweise für den Tod zweier Affen vor kurzem verantwortlich sein könnte.

Schon im vergangenen Winter war ein Tier infolge einer Erkältung gestorben, ein weiteres Bonoboweibchen litt in der vergangenen Woche unter Husten, schreibt das Blatt weiter. Bis zur Behebung des Defekts müssten die Pfleger die Lüftungsklappen manuell bedienen.

Das Berliner Architekturbüro wehrte sich unterdessen gegen die Vorwürfe fehlerhafter Planung. Die Klappen seien auf Wunsch des Bauherrn eingebaut worden, für die Wahl der Lüftung seien die Planer nicht zuständig.