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messer © Symbolbild dpa
15.01.2014

Rätselraten um lebensgefährlichen Messerstich in Marbach

Marbach am Neckar. Nachdem in der Nacht zum Sonntag an einer Bushaltestelle in Marbach ein 31-jähriger Mann bei einer Auseinandersetzung von einem unbekannten Täter durch Messerstiche lebensgefährlichverletzt wurde, hat sich am Dienstagabend ein 36-Jähriger im Beisein eines Rechtsanwalts bei der Kriminalpolizei in Ludwigsburg gestellt.Noch ist unklar, ob er tatsächlich der Täter ist.

Der Tatverdächtige hatte beim Eintreffen der Einsatzkräfte den Tatort bereits verlassen, deshalb konnte seine Tatbeteiligung zunächst nicht geklärt werden. Nun hat sich ein möglicher Täter zum Tatablauf geäußert.

Mit einem 35-Jährigen aus Stuttgart benannte der 36-Jährige auch denjenigen, der nach der Auseinandersetzung mit einem Fahrrad geflüchtet war. Das Opfer jedoch bezichtigte den 35-Jährigen auch als Täter, was im Widerspruch mit der Aussage des 36-Jährigen steht.

Nach den neuen Erkenntnissen war es wegen eines zurückliegenden Verfahrens nach einem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz bereits bei einer Busfahrt vom Marbacher Bahnhof nach Marbach-Hörnle zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen. Hierbei gerieten der 35- und der 36-Jährige auf der einen Seite mit dem 31-Jährigen und einem 58-Jährigen auf der anderen Seite aneinander. Daraufhin wurden beide handgreiflich, wobei der 36-Jährige dem Opfer die Stichverletzung im Brustbereich zugeführt haben soll.

Der flüchtige 35-Jährige konnte bislang nicht angetroffen werden. Seine Tatbeteiligung und auch der Schlag mit einer Axt, den der 58-Jährige gegen ihn geführt haben soll, können deshalb nicht abschließend bewertet werden. Die Kriminalpolizei Ludwigsburg prüft derzeit mehrere Tatversionen, zu deren Aufklärung möglicherweise die kriminaltechnische Auswertung der Spuren beitragen wird.