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© Symbolbild: dpa
12.04.2013

Räuberduo überfällt zwei Spielhallen - Verbindung zu Überfall in Pforzheim?

Karlsruhe/Bruchsal. Zwei am Donnerstagabend innerhalb von nur einer Stunde verübte Überfälle auf Spielhallen in Karlsruhe und Bruchsal gehen offenbar auf das Konto ein und derselben Täter. Bei der Suche nach dem Räuberduo, dem insgesamt lediglich einige hundert Euro in die Hände fielen, bittet die Kriminalpolizei um Mithilfe. Erst am Mittwochabend gab es in Pforzheim einen bewaffneten Überfall auf ein Spielcasino. Gibt es zwischen den Fällen eine Verbindung?

Die beiden maskierten Täter betraten zunächst gegen 22.15 Uhr einen Spielsalon in der Karlsruher Hebelstraße und sprachen im Obergeschoss die Aufsicht mit den Worten „Gib mir das Geld“ an. Zugleich holte der Wortführer eine Pistole aus der Jackentasche. In der Folge begleiteten die Täter die Angestellte ins Erdgeschoss und zwangen sie am Tresen zur Herausgabe eines Bedienungsgeldbeutels sowie mehrerer Geldscheine, die sie in einem mitgebrachten Rucksack verstauten. Danach lief das Duo aus der Spielhalle und flüchtete zu Fuß.

Gegen 23.20 Uhr betraten offensichtlich die gleichen Männer ein Spielcenter in der Wörthstraße in Bruchsal. Unter Vorhalt einer Pistole gingen sie direkt auf die am Tresen stehende Angestellte zu und forderten die Herausgabe von Bargeld. Nachdem die Frau dies verweigerte und aus den Räumen flüchtete, setzten sie ihr zunächst nach. Kurz darauf kehrten sie aber ins Casino zurück, entnahmen dort aus einer Kassette einen geringen Betrag und flüchteten schließlich in unbekannte Richtung.

Die Polizei stellt bisher keinen Zusammenhang zwischen den Fällen in Bruchsal und Karlsruhe und dem in Pforzheim her.

Die Täter, die trotz sofort eingeleiteter umfangreicher Fahndungsmaßnahmen der Polizei bislang nicht gefasst werden konnten, werden wie folgt beschrieben: Der Waffenträger ist zwischen 18 und 27 Jahre alt, 160 bis 170 cm groß und kräftig. Er hat dunkle, auffällig dichte Augenbrauen und war mit einem hellen Pulli bekleidet, dessen Kapuze er über den Kopf gezogen hatte. Darüber trug er eine Weste unbekannter Farbe. Mund und Nase hatte er mit einem roten Halstuch bedeckt. Bei der Waffe handelte es sich um eine schwarze Pistole mit längerem Lauf.

Sein Komplize ist etwa gleich alt, mit circa 175 bis180 cm aber deutlich größer und schlank. Er war bekleidet mit einer schwarzen Jacke (Typ Lederjacke) und hatte sich deren Kapuze gleichfalls über den Kopf gezogen. Zur Maskierung trug er eine schwarze Sturmhaube mit Sehschlitzen. Der von ihm mitgeführte Rucksack wird als komplett schwarz und in der Größe eines Wanderrucksackes beschrieben.

Die Kriminalpolizei schließt nicht aus, dass die Räuber bei ihrer Flucht oder auf dem Weg nach Bruchsal gesehen wurden. Wer die Beschriebenen beachtet hat oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird unter Telefon (0721) 939-5555 um seine Meldung bei Kriminaldauerdienst in Karlsruhe gebeten.