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Großeinsatz der Rastatter Polizei: Ein Mieter hatte den Hausbesitzer erschossen und sich dann in seiner Wohnung verschanzt.
Großeinsatz der Rastatter Polizei: Ein Mieter hatte den Hausbesitzer erschossen und sich dann in seiner Wohnung verschanzt. © Symbolbild: Seibel
19.12.2011

Räumungsklage: Mieter erschießt Hausbesitzer

Rastatt. Nachdem vor zwei Wochen die Nachrichten von zwei Hausbesitzern für Schlagzeilen sorgten, die Mieter unter anderem wegen ihrer Mietschulden erschossen haben, ist nun am Montagvormittag der gegenteilige Fall eingetreten. Ein 68-jähriger Mieter soll wegen einer Räumungsklage in Rastatt-Winterdorf den 36-jährigen Hausbesitzer erschossen haben.

Um 10.35 Uhr wurde die Polizei verständigt, dass aus einem Anwesen an der Dorfstraße in Rastatt-Wintersdorf Hilferufe zu hören seien. Von einer Streife wurde vor Ort ein lebloser Mann im Anwesen vorgefunden. Von einem Notarzt konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden.

Nach bisherigem Kenntnisstand der Ermittlungsbehörden hatte der Hausbesitzer wegen einer Räumungsklage einen allein im Anwesen wohnenden 68-jährigen Mieter und Vorbesitzer des Hauses aufgesucht. Nachdem der Mieter dem Eigentümer und einer Gerichtsvollzieherin nicht geöffnet  und die Beamtin das Gebäude verlassen hatte, kam es danach zu einem Aufeinandertreffen zwischen Mieter und Eigentümer. Dabei soll nach jetzigem Kenntnisstand der Polizei der Hausbesitzer vom Mieter mit einer Schusswaffe getötet worden sein.

Anschließend verschanzte sich der Mieter in seiner Wohnung. Von der Polizei wurde die Tatörtlichkeit weiträumig abgesperrt und für weitere Einsatzmaßnahmen wurden Spezialkräfte der Polizei angefordert. Nach telefonischen Verhandlungen mit einem Anwalt trat der Mieter gegen 11.45 Uhr vor seine Wohnung und wurde von Einsatzkräften vorläufig festgenommen. Zur genauen Klärung der Tatumstände dauern die Ermittlungen der Kriminalpolizei an. pol