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Max Munding, der Präsident des baden-württembergischen Landesrechnungshofes, nimmt 2015 in Stuttgart bei einer Pressekonferenz eine Denkschrift in die Hand.
Max Munding, der Präsident des baden-württembergischen Landesrechnungshofes, nimmt 2015 in Stuttgart bei einer Pressekonferenz eine Denkschrift in die Hand. © dpa
24.07.2017

Rechnungshof mahnt Land zu Zurückhaltung bei Ausgaben

Stuttgart. Wie solide wirtschaftet Grün-Schwarz? Der Rechnungshof schaut das Finanzgebaren der Landesregierung genau an. Nun hat er seine Denkschrift vorgestellt.

Der Landesrechnungshof mahnt das Land, trotz der konjunkturellen «Schönwetterperiode» seine Ausgaben zu überprüfen. In wenigen Jahren schaffe das Land jetzt mehr Stellen als in den zehn Jahren zuvor, monierte der scheidende Rechnungshofpräsident Max Munding am Montag bei der Vorstellung seiner Denkschrift 2017. Zwischen 2007 und 2016 habe das Land 2600 Stellen aufgebaut, allein in diesem Jahr waren es 1375. Für den Doppelhaushalt 2018/19 seien etwa 2000 zusätzliche Stellen vorgesehen. Am Wochenende hatte sich die grün-schwarze Koalition auf die Ausgabenschwerpunkte für den Doppeletat 2018/19 geeinigt.

Das Land habe sich in den vergangenen zehn Jahren beim Stelleaufbau zurückgehalten, erläuterte Munding in Stuttgart. «Die Landesverwaltung ist auch nicht schlechter als andere Landesverwaltungen deswegen.» Er sagte, dass die Koalition eigentlich die Vorstellung gehabt habe, Stellen zu spare