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Rechtsextreme im Land - Probleme in einigen Städten.
Rechtsextreme im Land - Probleme in einigen Städten © dpa
11.03.2012

Rechtsextreme im Land - Probleme in einigen Städten

Pforzheim/Stuttgart/Konstanz. Rechte Demonstrationen, Übergriffe auf Ausländer, Mahnwachen mit Fackeln: Die Szene der Neonazis in Baden-Württemberg ist zwar vergleichsweise klein. Rund 2200 Rechtsextremisten habe es 2010 im Land gegeben, etwa 670 davon seien gewaltbereit, schätzt der Verfassungsschutz Baden-Württemberg. Die Zahlen seien schon seit einigen Jahren rückläufig. Auch rechtsmotivierte Straftaten nehmen laut Landeskriminalamt ab: 1269 waren es im Jahr 2009, ein Jahr später 926 Fälle. In Pforzheim findet jährlich die Neonazi-“Mahnwache“ am 23. Februar statt. Im Februar nahm sich der Pforzheimer Gemeinderat diesem Thema an.

Dennoch kämpfen einige Städte im Land gegen den Einfluss rechter Gruppen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. So sind beispielsweise im REMS-MURR-KREIS rechtsextreme Gruppen wiederholt durch gewalttätige Aktionen aufgefallen. 2011 hatte ein rechter Mob eine Gartenhütte in Winterbach angezündet, in die sich drei Ausländer geflüchtet hatten. Im Jahr 2000 gab es einen Angriff auf einen griechischen Geschäftsmann in Schorndorf, 2002 einen Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Waiblingen.

Auch in Friedrichshafen am BODENSEE sind rechte Gruppen nicht unbekannt: Mehrere Jahre lang trafen sich am 3. Oktober zahlreiche Neonazis zu Kundgebungen in der Stadt. «Seit zwei Jahren gibt es aber glücklicherweise keine Demo mehr», sagt eine Sprecherin der Stadt. «Wir haben gesagt, wir wollen diese Leute nicht hier haben.» Die Probleme mit rechtsradikalen Gruppen habe abgenommen, heißt es auch bei der Polizei. «Im Moment ist es relativ ruhig.»

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