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© Symbolbild: dpa
29.03.2015

Red Legion gegen United Tribuns: Polizei-Großeinsatz im Rocker- und Türstehermilieu

Stuttgart/Ludwigsburg. Rivalisierende Gruppen jüngerer Männer haben sich am Sonntag in Stuttgart und Ludwigsburg Auseinandersetzungen geliefert. In beiden Städten versuchte die Polizei, Gewalt zu verhindern. Am Abend nahm die Polizei mindestens 20 Beteiligte in Ludwigsburg fest. Zuvor hatten 50 Menschen am Stuttgarter Westbahnhof Platzverweise erhalten.

Dort sei ein eine rockerähnliche Gruppierung aufmarschiert. Die Gruppe sei gestoppt und zum Rückzug bewegt worden. Die Polizei stellte zwei Messer, einen Teleskopschlagstock sowie Pyrotechnik sicher. Etwa 150 Menschen aus dieser Ansammlung seien später in Ludwigsburg „zu einer weiteren Machtdemonstration aufgetaucht“. Sie seien dort auf Mitglieder „einer rivalisierenden, vornehmlich kurdischstämmigen Gruppierung gestoßen“, berichtete die Polizei. Es soll sich nach Medienberichten um Streit zwischen Mitgliedern von „Red Legion“ und „United Tribuns“ handeln, um Auseinandersetzungen im Türsteher- und Rotlichtmilieu.

Mehrere Hundert Polizeibeamte waren im Einsatz, um die Männer auseinanderzuhalten, wie ein Polizeisprecher in Ludwigsburg sagte. Polizisten seien angegriffen worden, ein Beamter habe sich bei Rangeleien die Hand gebrochen.

Anlass für den Aufmarsch in Stuttgart soll ein im Internet aufgetauchtes Video gewesen sein, auf dem eine Kutte der Gruppe verbrannt wird. Die Kutte ist für Rocker ein Statussymbol. Mitte März war bereits eine gegnerische Gruppe in Stuttgart aufmarschiert. Damals war es zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen.

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