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© dpa
10.11.2015

Regierung stellt Konzept zur Abschiebung von Asylbewerbern vor

Stuttgart. Baden-Württemberg will die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber forcieren. Dazu stellt die grün-rote Landesregierung nun ein Konzept vor. Doch es hilft nur bedingt, die Flüchtlingskrise zu entschärfen.

Baden-Württemberg will mit Beginn des neuen Jahres Tausende abgelehnter Balkanflüchtlinge in die Heimat abschieben. Innenminister Reinhold Gall (SPD) stellt Eckpunkte des Konzeptes am Dienstag erst im Kabinett und danach (12.00 Uhr) zusammen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) der Öffentlichkeit vor. Vorrangig will die grün-rote Landesregierung aber versuchen, Menschen vom Balkan zu einer freiwilligen Rückkehr in ihre Heimat zu bewegen. Allerdings machen diese Flüchtlinge nur einen kleinen Anteil unter den ankommenden Asylbewerbern aus. Im Oktober kamen rund fünf Prozent aller Menschen, die im Südwesten Asyl beantragten, aus den sicheren Herkunftsländern Serbien, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo und Mazedonien.