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Park-, Spurhalte- oder Notbremsassistenten gibt es bereits in vielen Autos – jetzt heißt die Vision autonomes Fahren, wobei der Wagen wie von Geisterhand von einem Bordcomputer gesteuert wird.
Park-, Spurhalte- oder Notbremsassistenten gibt es bereits in vielen Autos – jetzt heißt die Vision autonomes Fahren, wobei der Wagen wie von Geisterhand von einem Bordcomputer gesteuert wird.
07.07.2016

Region Karlsruhe soll autonomes Fahren voranbringen - Betriebsaufnahme 2017

Karlsruhe/Stuttgart. Der Großraum Karlsruhe wird Testregion für autonomes Fahren in Baden-Württemberg. Vom Land kommen 2,5 Millionen Euro Förderung, wie Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) gestern nach der Entscheidung in Stuttgart mitteilte. Für das „Testfeld zum vernetzten und automatisierten Fahren“ hatten sich neben Karlsruhe/Bruchsal/Heilbronn auch Stuttgart/Ludwigsburg und Ulm beworben.

Von der Landesförderung profitieren nach Hermanns Angaben Forschungseinrichtungen aus allen Regionen des Landes. Das Testfeld soll noch in diesem Jahr aufgebaut werden und 2017 seinen Betrieb aufnehmen. Etwa ein halbes Dutzend Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem kommunalen Bereich gehören zum Karlsruher Konsortium. Mit Stuttgart und Ludwigsburg sollen nach Hermanns Angaben Gespräche geführt werden, um in einer zweiten Phase geeignete Elemente aus deren Bewerbung mit dem Digitalen Testfeld Baden-Württemberg zu verknüpfen.

Die Region Karlsruhe habe ein überzeugendes Konzept vorgelegt, lobte der Minister. „Unter drei sehr guten Bewerbern war die Region Karlsruhe die beste.“ Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) reagierte erfreut über den Zuschlag. „Mit Aufbau und Betrieb des Testfelds können wir einen wesentlichen Beitrag für die Mobilität der Zukunft leisten.“ Nötig seien intelligente, umweltschonende und soziale Lösungen.

Stuttgarts OO Fritz Kuhn (Grüne) gratulierte Karlsruhe und Bruchsal sowie den beteiligten Institutionen. „Wir sind sehr erfreut, dass im Rahmen der Entwicklung des Testfelds dann Stuttgart und Ludwigsburg mit eingebunden werden und so wichtige Elemente aus unserer Bewerbung erprobt werden können.“ Zu den beteiligten Forschungseinrichtungen gehört das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Dessen Präsident Prof. Holger Hanselka betonte in einer ersten Reaktion die Chancen des autonomen Fahrens. „Die Verknüpfung von Mobilität und Digitalisierung gibt uns die Chance, sicherer und schneller von einem Ort zum anderen zu kommen und wird zu völlig neuen Mobilitätskonzepten führen.“ Mobilität und IT seien strategische Themen des KIT. „Auch deshalb passt das Testfeld für autonomes Fahren so gut zu Karlsruhe.“ Die Federführung liegt beim Forschungszentrum Informatik (FZI) des KIT. Betreiber des Testfeldes für autonomes Fahren soll der Karlsruher Verkehrsverbund werden.