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Steine ragen am Dienstag bei Waldkirch (Kreis Emmendingen) aus dem mit Nebel überzogenen Flussbett des Schwarzwaldflüsschens Elz. Nur spärlich fließt das Wasser zwischen den Steinen. Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen führte zu dem niederen Wasserstand.
Steine ragen am Dienstag bei Waldkirch (Kreis Emmendingen) aus dem mit Nebel überzogenen Flussbett des Schwarzwaldflüsschens Elz. Nur spärlich fließt das Wasser zwischen den Steinen. Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen führte zu dem niederen Wasserstand. © dpa
29.11.2011

Rekord-Trockenheit in weiten Teilen des Landes

Stuttgart. In Stuttgart und weiten Teilen Württembergs war es noch nie so lange trocken wie im Oktober und November. 37 Tage in Folge fiel dort weniger als 0,1 Millimeter Regen, teilte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes Stuttgart am Dienstag auf Nachfrage der dpa mit. Das habe es seit Beginn der Aufzeichnung 1958 noch nicht gegeben, machte er deutlich. Das bisherige Maximum lag im April und Anfang Mai 2007 bei 30 Tagen in Folge. Unterbrochen wurde der neue Rekord erst am Sonntag und auch nur mit sehr geringen Regenmengen.

«Es gibt selten einen Monat, der so viele Rekorde zu bieten hat, wie dieser November», sagte der Wetterfachmann. Er ist nämlich auch der trockenste Monat an sich und steuert zudem stark auf einen Sonnenscheinrekord zu. Bis zu seinem Ende rechnet das Wetteramt mit rund 130 Sonnenstunden. Ähnlich viel blauen Himmel gab es zuletzt im November 1989. Damals schien die Sonne insgesamt 126,7 Stunden.

Die Bäume im Wald leiden nach Einschätzung eines Fachmanns der Forstkammer Baden-Württemberg nicht extrem unter dem fehlenden Regen. «Die Vegetationsperiode ist schon vorbei. Die Trockenperiode kam spät genug», sagte er. Auch die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg ist nach einer Übersicht des Deutschen Wetterdienstes nicht extrem groß. dpa