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Skepsis, ob Deutschland die Herausforderung der Flüchtlingsintegration schafft, äußert ein Viertel der Befragten. Foto: dpa
Skepsis, ob Deutschland die Herausforderung der Flüchtlingsintegration schafft, äußert ein Viertel der Befragten. Foto: dpa
06.12.2015

Repräsentative Forsa-Umfrage: Topthema Flüchtlingskrise

Stuttgart. Die Flüchtlingskrise ist einer Studie zufolge das Thema, das die Menschen in Deutschland in diesem Jahr mit Abstand am meisten beschäftigt hat. Fast zwei Drittel (62,2 Prozent) aller Befragten haben es in einer repräsentativen Forsa-Umfrage für die Universität Hohenheim und die Bank ING-Diba als das Thema genannt, mit dem sie sich persönlich am meisten befasst haben.Die ebenfalls in den Medien sehr präsente Debatte um Pegida und rechte Tendenzen in Deutschland sei dagegen nur von vier Prozent der Bürger als für sie dominierendes Thema genannt worden.

Als zweites Top-Thema folgt stattdessen die Bedrohung durch islamistischen Terror, die 44,7 Prozent der Befragten nannten. Ganz konkret hätten sich die meisten Antworten auf die Anschläge von Paris bezogen, die kurz vor der Befragung stattgefunden hatten.Die Frage wurde offen gestellt, die Befragten konnten die Themen selbst benennen und auch mehrere angeben. Laut Studie verbanden daher viele Teilnehmer ihre Antwort mit einer konkreten Einschätzung. Etwa jeder Vierte, der das Flüchtlingsthema ansprach, äußerte den Angaben zufolge Skepsis, ob Deutschland die Situation meistern kann. Knapp ein Fünftel betonte Mitgefühl mit den Flüchtlingen.

Für die repräsentative Erhebung wurden den Angaben zufolge vom 16. bis zum 19. November 1029 Bürger in Deutschland befragt. Die Frage lautete: „Wenn Sie nun einmal an die aktuellen Themen in den Medien denken: Welches Thema hat Sie in diesem Jahr persönlich am meisten beschäftigt beziehungsweise beschäftigt Sie am meisten?“