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Spieler der Sportvereinigung Berneck/Zwerenberg bessern am zweiten Weihnachtsfeiertag ihren Fußballplatz aus. Hier waren Wildschweine am Werk.
Spieler der Sportvereinigung Berneck/Zwerenberg bessern am zweiten Weihnachtsfeiertag ihren Fußballplatz aus. Hier waren Wildschweine am Werk. © dpa
26.12.2011

Riesensauerei: Wildschweine pflügen Fußballfeld um

Neuweiler. Eine sprichwörtliche Riesensauerei haben unbekannte Wildschweine auf dem Fußballplatz der Sportvereinigung Berneck/Zwerenberg bei Neuweiler (Kreis Calw) angerichtet: Die Tiere pflügten kurz vor Weihnachten auf der Suche nach Nahrung das Spielfeld zur Hälfte um. Für rund 30 Spieler des Vereins hieß es deshalb am zweiten Weihnachtsfeiertag erstmal flicken statt kicken.

Weil keine Versicherung und kein Jagdpächter für den Schaden aufkommt, griffen die Sportler vor dem traditionellen «Verdauungskick» zur Selbsthilfe und brachten die herausgerissenen Rasenstücke in einer rund einstündigen Aktion an ihren ursprünglichen Platz zurück.

Bis auf dem Platz wieder normal gekickt werden kann, wird es nach Angaben des Schriftführers Friedrich Blaich Monate dauern. «Zum nächsten großen Pflichtspiel am 10. März sollte der Rasen noch nicht wieder genutzt werden», sagte er. Man müsse deshalb überlegen, wohin man ausweichen könne.

Maßnahmen, damit sich die Sauerei nicht wiederholt, seien nicht geplant, sagte Blaich am Montag. Nach Angaben eines Jägers würde ein Zaun nicht viel helfen. Dann vielleicht schon eher die per Pressemitteilung ausgesprochene Drohung: «Sollten die Täter die Tat wiederholen und dabei erwischt werden, müssen sie mit der Höchststrafe rechnen. Leckerer Wildschweinbraten wäre nämlich eine willkommene Abwechslung beim Saisonabschluss oder der Weihnachtsfeier des Bernecker Fußballvereins.» dpa

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