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Mit einigen Helfern konnte der Besitzer einer Rinderherde bei Dauchingen seine ausgebrochenen Tiere wieder einfangen und in den Stall treiben. Ein Lkw-Fahrer hatte zuvor die Rinder auf der Straße herumlaufen sehen, konnte aber rechtzeitig bremsen.
Mit einigen Helfern konnte der Besitzer einer Rinderherde bei Dauchingen seine ausgebrochenen Tiere wieder einfangen und in den Stall treiben. Ein Lkw-Fahrer hatte zuvor die Rinder auf der Straße herumlaufen sehen, konnte aber rechtzeitig bremsen. © Symbolbild: dpa
02.10.2014

Rinderherde bricht aus, hat aber wenig Freude an der Freiheit

Dauchingen. Die Polizei hat am frühen Donnerstagmorgen in Dauchingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) nicht wie üblich nach Straftätern, sondern nach einer Herde Rinder gefahndet. Dem Fahrer eines Lastwagens waren gegen 4 Uhr eine Rinderherde auf der Fahrbahn entgegengekommen, woraufhin er die Polizei alarmierte.

Die Beamten konnten den überraschten Besitzer der Herde ausfindig machen. Auf Anfrage von PZ-news erklärte ein Polizeisprecher, dass die Rinder selbst die nur mäßig verschlossene Stalltür aufgedrückt hätten und dann in die Freiheit entwichen seien. So richtig viel Spaß schien den rund 15 Tieren das Abenteuer des ungewohnten Lebens in freier Wildbahn jedoch nicht zu machen. Bis zum Donnerstagvormittag hatte der Landwirt seine Rinderherde wieder eingefangen und im Stall untergebracht. Die Tiere ließen sich anscheinend vom Besitzer und seinen Helfern relativ leicht von einer geordneten Rückkehr überzeugen.

Gut für die Polizei, die musste weder als Viehtreiber eingreifen noch Straßensperren aufbauen oder gar zur Waffe greifen, um Schlimmeres zu verhindern. Nach der Alarmierung durch den Lkw-Fahrer war eine zufällig in der Nähe befindliche Streife gleich zum Ort der Rinder-Sichtung gefahren, konnte aber keine Tiere mehr auf der Straße sehen. Eine erste Fahndung verlief zunächst ergebnislos. Besonders bei Dunkelheit seien die Tiere ein Gefahr für den Straßenverkehr, sagte ein Polizeisprecher. Doch mit Einsetzen der Morgendämmerung war die Gefahr für die relativ übersichtliche Straße nicht mehr so groß.