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Die Firma ThyssenKrupp will in Rottweil einen rund 235 Meter hohen Turm für die Entwicklung von Hochgeschwindigkeitsaufzügen bauen.
Die Firma ThyssenKrupp will in Rottweil einen rund 235 Meter hohen Turm für die Entwicklung von Hochgeschwindigkeitsaufzügen bauen. © ThyssenKrupp Elevator AG
12.09.2013

Rottweil: Suche nach Standort für 235-Meter-Turm

Rottweil. Bei den Plänen für einen 235 Meter hohen Testturm für Hochgeschwindigkeitsaufzüge in Rottweil gibt es neue Probleme: Der Boden sei an dem geplanten Bauplatz im Neckartal nicht stabil genug für den Riesen-Tower, teilten die Stadtverwaltung und der Aufzugbauer ThyssenKrupp in der Nacht zum Donnerstag mit. Stattdessen nimmt das Unternehmen jetzt einen Bauplatz in einem Industriegebiet oberhalb des Flusses in den Fokus.

«Der Turm kommt an dieser Stelle sogar noch besser zur Geltung», sagte Oberbürgermeister Ralf Broß (parteilos). Doch genau das ist die größte Befürchtung der Kritiker. Eine Initiative von Bürgern beklagt, dass der Turm das Bild der ältesten Stadt Baden-Württembergs noch stärker prägt als wenn er halbwegs versteckt im Neckartal stünde.

ThyssenKrupp will in dem 235 Meter hohen Testzentrum Aufzüge für 600 Meter hohe Wolkenkratzer vor allem in Asien entwickeln. Auch den Tourismus soll der Turm ankurbeln. Denn auf 200 Metern Höhe soll es eine Aussichtsplattform und eventuell ein Restaurant geben, von dem aus man bis zu den Alpen sehen kann.

Das 35 bis 40 Millionen Euro teure Gebäude sollte nach bisherigen Planungen frühestens 2016 fertig werden. Allerdings beginnen die Planungen an dem neuen Standort nun weitgehend von vorn. Am 28. und 29. September soll zunächst ein großer Ballon von dem Baugelände aufsteigen, der zeigt, wie hoch der Tower würde. Danach seien eine erneute Bürgerversammlung und Ende Oktober eine Abstimmung im Gemeinderat geplant, teilte die Stadt mit.