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Rumänen gehen für „Skimming“-Tat in Haft.
Rumänen gehen für „Skimming“-Tat in Haft © dpa
27.05.2011

Rumänen gehen für Skimming-Tat in Haft

Zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten sowie vier Jahren und zwei Monaten wurden zwei Rumänen vor dem Landgericht Karlsruhe verurteilt.

Der 23- und der 40-Jährige hatten die Daten von Bankkunden in diversen süddeutschen Städten - unter anderem in der Pforzheimer City - ausgespäht, indem sie zuvor Bankautomaten manipulierten (so genanntes „Skimming“). Auf diese Weise ergaunerte das Duo rund 170.000 Euro. Die Daten transferierten sie via Internet nach Australien oder Kanada, wo das Geld abgehoben wurde. Ende Oktober 2010 wurden sie bei dem Versuch einen Bankautomaten in Augsburg zu manipulieren von der Polizei gefasst.

Das Duo ging dabei so professionell vor, dass für die Bank-Kunden die Manipulation am Automaten kaum zu erkennen gewesen sei, wie ein Kriminalbeamter vor Gericht betonte. Das Landgericht Karlsruhe blieb bei seiner Strafzumessung im unteren Bereich. Die beiden Osteuropäer, die zuletzt im italienischen Como lebten, sollen nur „kleine Fische“ innerhalb einer international agierenden Bande sein. Zudem zeigten sie sich weitgehend geständig. Die Strippenzieher sind nach wie vor auf freiem Fuß. Volker Knopf