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Teilnehmer einer Demonstration in Tübingen protestieren mit einem Banner mit der Aufschrift "Tiere haben Rechte - Animal Peace" gegen Tierversuche am Max-Planck-Institut.
Teilnehmer einer Demonstration in Tübingen protestieren mit einem Banner mit der Aufschrift "Tiere haben Rechte - Animal Peace" gegen Tierversuche am Max-Planck-Institut. © dpa
20.09.2014

Rund 1000 Tierschützer demonstrieren gegen Tübinger Affenversuche

Tübingen. Rund 1000 Menschen haben in Tübingen ein Ende der zuletzt heftig in die Kritik geratenen Tierversuche am Max-Planck-Institut gefordert. Es gehe darum, ein Zeichen zu setzen «gegen die sinnlose und für die Affen extrem leidvolle Grundlagenforschung am Max-Planck-Institut in Tübingen», betonten die Veranstalter der «Soko Tierschutz» am Samstag.

Es sei nicht zu rechtfertigen, dass die Affen für diese Forschung leiden und sterben müssten. Anlass der Demo waren Bilder, die ein Tierschützer nach eigenen Angaben mit versteckter Kamera in dem Institut gedreht hatte und die seit Tagen für politische Debatten sorgen. Auf den Videos sind Versuchsaffen mit offenen Wunden zu sehen, einige Tiere übergeben sich. Die Max-Planck-Gesellschaft hat hingegen zurückgewiesen, dass es Missstände gebe.

Viele Demonstranten zeigten Bilder von Versuchstieren. «Gestorben für die Neugier der Forschung» oder «Affenquälerstadt Tübingen» hatten sie auf Plakate geschrieben. Die Kundgebung blieb nach Angaben der Polizei aber friedlich.

Nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums wurden 2013 in Baden-Württemberg mehr als 495.300 Tiere in Versuchen verwendet oder für wissenschaftliche Zwecke getötet. 2012 waren es 544.275 Tiere. Bundesweit lag die Zahl 2012 bei knapp 3,1 Millionen Tieren, wie aus einer Statistik des Bundesagrarministeriums hervorgeht. Darunter waren mehr als 2,2 Millionen Mäuse, 418.000 Ratten, 166.000 Fische und 97.000 Kaninchen.