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Rund 25 Ertrunkene seit Jahresbeginn im Südwesten
Rund 25 Ertrunkene seit Jahresbeginn im Südwesten © Symbolbild: dpa
23.08.2012

Rund 25 Ertrunkene seit Jahresbeginn im Südwesten

Stuttgart/Bad Nenndorf (dpa/lsw) - Die Sonne lacht, das Wasser lockt - doch nicht selten nimmt der Badespaß ein tödliches Ende. Rund 25 Menschen sind seit Beginn dieses Jahres in den Flüssen und Gewässern im Südwesten ertrunken. Mindestens drei Männer starben allein in der vergangenen Woche bei Badeunfällen. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft DLRG im niedersächsischen Bad Nenndorf registrierte bis zum 8. August 21 Tote. Suizide werden dabei nach Auskunft von Sprecher Martin Janssen grundsätzlich nicht mitgezählt. Bundesweit waren nach DLRG-Angaben bis zum 8. August 252 Ertrunkene zu beklagen.

Die meisten Menschen - nämlich 12 - verloren laut DLRG ihr Leben in den Flüssen des Landes. Dabei forderten auch kleine Fließgewässer wie Jagst und Enz Opfer. Fünf Menschen starben sogar in Bächen. Darunter müssen jedoch nicht zwingend Badetote sein. Ein Mann starb zum Beispiel in einem Bach bei Großerlach (Rems-Murr-Kreis), nachdem er mit seinem Auto dort hineingestürzt war. Auch ein Abwasserschacht wurde einem 78-jährigen zum Verhängnis. Im Mannheimer Hafenbecken kam ein 14-Jähriger ums Leben, nachdem er bei einem Ruderbootunfall unter das Schiff geraten war. In Seen des Landes starben laut DLRG sieben Menschen, zwei davon im Bodensee.

Der bundesweit hohe Anteil von über 50-Jährigen bestätigt sich im Südwesten nach DLRG-Angaben nicht. Nur 7 der 21 Ertrunkenen gehörten dieser Altersgruppe an. Das Geschlecht der Opfer spiegelt dagegen den Bundestrend wider: 16 der 21 waren Männer, mehr als drei Viertel. Die Lebensretter raten, sich bei hohen Temperaturen nicht kopfüber ins kalte Nass zu stürzen. Abkühlung vor dem Baden sei wichtig.