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s21 © picture alliance / dpa
09.04.2014

S-21-Gegner befürchten Verkehrsinfarkt in Stuttgart

Stuttgart (dpa/lsw) - Der für den S-21-Tiefbahnhof wichtige Umbau einer Hauptabwasserleitung wird die Landeshauptstadt nach Ansicht von Gegnern des Bahnprojektes in ein Verkehrschaos stürzen.

Der Bau des sogenannten Nesenbachdükers werde dazu führen, dass mehrere zentrale Stadtbahnlinien insgesamt rund drei Jahren unterbrochen würden, erläuterte der Sprecher der Parkschützer, Matthias von Herrmann, am Mittwoch. Folge: längere Fahrzeiten, verpasste Anschlüsse und häufiges Umsteigen.

Für das Projekt, das den wasserfreien Aushub des Bahnhofstrogs ermöglicht, liegt in geänderter offener Bauweise noch keine Genehmigung für die Bauherrin Deutsche Bahn vor.

Wenige Wochen vor der Kommunalwahl will die Initiative «Für unsere Stadtbahn» mit Spots in vier großen Kinos und einer Facebook-Kampagne auf das mögliche Fiasko hinweisen. Damit wollen sie den Druck auf den Stuttgarter Finanzbürgermeister und Aufsichtsrat der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) Michael Föll (CDU) erhöhen, das Projekt fallen zu lassen. Denn es sei absehbar, dass das Unternehmen durch Umsteiger vom öffentlichen Verkehr auf das Auto Schaden nehme werde. Es bestehen aus Sicht der Parkschützer überdies beste juristische Voraussetzungen, dass sich der Gemeinderat von dem bis zu 6,5 Milliarden Euro teuren Gesamtvorhaben verabschiedet. Die Stadt trägt dazu 292 Millionen Euro bei.