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In zwei Fällen stürzten am Wochenende in Süddeutschland zwei Männer von einem S-Bahnsteig auf die Gleise. Einer wurde in Zuffenhausen gestoßen, einer fiel in Fürstenfeldbruck im Suff.
In zwei Fällen stürzten am Wochenende in Süddeutschland zwei Männer von einem S-Bahnsteig auf die Gleise. Einer wurde in Zuffenhausen gestoßen, einer fiel in Fürstenfeldbruck im Suff. © Symbolbild: dpa
28.01.2013

S-Bahnunfälle: Zwei Männer hilflos auf dem Gleis

Zuffenhausen/Fürstenfeldbruck. Das ist der Alptraum vieler Bahnfahrgäste: Hilflos auf den Gleisen liegen und zusehen, wie ein Zug sich nähert. Am Wochenende gab es gleich zwei Fälle, bei denen aus unterschiedlichen Gründen Menschen solch eine Begegnung miterleben mussten. Während in Zuffenhausen die S-Bahn noch eine Notbremsung einleiten konnte, hatte ein Mann in Fürstenfeldbruck weniger Glück.

Ein 19-Jähriger stand mit seinen beiden Freunden in Zuffenhausen am Hochbahnsteig der S-Bahnhaltestelle Friedrichswahl, als zwei Männer hinzu kamen. Zwischen den Personen kam es zunächst zu einem Streitgespräch, das in eine tätliche Auseinandersetzung mündete. Hierbei erhielt der 19-Jährige, der mit dem Rücken zu den Gleisen stand, einen Schlag in den Bauch, stürzte auf die Gleise und blieb dort besinnungslos liegen. Danach flüchteten die beiden Unbekannten in Richtung Zuffenhausen.

Der Fahrer der aus Richtung Zuffenhausen in die Haltestelle einfahrenden Stadtbahn der Linie U7 konnte nur durch eine Notbremsung ein Überfahren des Mannes verhindern. Das Opfer, das leicht am Kopf verletzt wurde, kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus, das es nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnte. Der Angreifer und sein Begleiter waren vermutlich Osteuropäer, zirka 20 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß.

An der S-Bahnstation Fürstenfeldbruck wurde ein betrunkener 22-Jähriger Opfer eines Zugunfalls. Er war zwischen den Bahnsteig und einen Zug geraten und schwer verletzt worden. Ihm musste der Unterschenkel amputiert werden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Reisende hatten am frühen Samstagmorgen die Hilferufe des jungen Mannes gehört, der auf dem Gleis lag. Rettungskräfte flogen den Verunglückten ins Krankenhaus, wo er ins künstliche Koma versetzt wurde. Die Ärzte mussten sein rechtes Bein vom Unterschenkel abtrennen.

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