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Der SPD-Politiker Andreas Stoch hat im Landtag von Baden-Württemberg in Stuttgart seinen Amtseid als neuer Kultusminister des Landes abgelegt. © dpa
23.01.2013

SPD-Politiker Stoch als Kultusminister vereidigt

Zwei Wochen nach dem ersten Rücktritt in der grün-roten Landesregierung ist der SPD-Politiker Andreas Stoch als neuer Kultusminister vereidigt worden. Die Lehrer sehen ihn vor einer Herkulesaufgabe.

Bildergalerie: Vereidigung des neuen Kultusministers Stoch

Stuttgart. Der SPD-Politiker Andreas Stoch ist am Mittwoch im Landtag als neuer Kultusminister vereidigt worden. Er ist Nachfolger von Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD), die Anfang Januar nach massiver Kritik aus der SPD-Fraktion an ihrer Arbeit zurückgetreten war. Der 43 Jahre alte Stoch war bislang parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion.

Auf ihn wartet eine Reihe großer Aufgaben. So muss er die regionale Schulentwicklung auf den Weg bringen. Dabei geht es um die Frage, welche Schulen angesichts rückläufiger Schülerzahlen geschlossen oder mit anderen Schulen zusammengelegt werden sollen.

Der Lehrerverband VBE wünschte Stoch zur Start vor allem Rückhalt in den eigenen Reihen. «Wenn das Kultusministerium beim Umbau der Bildungslandschaft Gas geben will, der Finanzminister aber ständig auf der Bremse steht, führt das zwangsläufig zu Unmut bei allen Beteiligten», sagte VBE-Landeschef Gerhard Brand am Mittwoch.

Stochs Vorgängerin habe die hohen Erwartungen auch deshalb nicht erfüllen können, weil ihr neben der nötigen Zeit auch der Rückhalt in den eigenen Reihen gefehlt habe. Ohne das nötige Personal und die entsprechenden Mittel lasse sich eine solch große Firma wie das Kultusministerium mit seinen rund 5000 «Filialen» im Land nicht erfolgreich weiterentwickeln, sagte Brand.