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09.07.2014

Säugling geschüttelt - Vater vor Gericht

Baden-Baden (dpa/lsw) - Er soll seinen vier Monate alten Sohn schwer misshandelt haben. Dafür steht ein 38-Jähriger ab kommenden Dienstag in Baden-Baden vor Gericht. Nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Mittwoch soll der Angeklagte sein Kind in der Wohnung von dessen Mutter in Sinzheim (Landkreis Rastatt) mehrere Minuten so stark geschüttelt haben, dass das Kind durch die Misshandlung eine bleibende Gehirnschädigung erlitt.

Drei Jahre nach der Tat befinde sich der Junge weiter in ärztlicher Behandlung, müsse über eine Magensonde ernährt werden und könne sich nur in sehr geringem Umfang bewegen, hieß es. Unklar sei, inwieweit das Kind überhaupt hören und sehen könne.

Der bereits Ende 2012 begonnene Prozess wegen schwerer Körperverletzung verzögerte sich wegen Erkrankung eines Richters. Die Große Strafkammer des Landgerichts Baden-Baden hat nun noch zwei Verhandlungstage angesetzt. Der Angeklagte sagte den Angaben zufolge aus, das Baby sei von einer Couch gefallen und benommen gewesen. Deswegen habe er es etwas geschüttelt, damit es wieder zu sich komme. Dies sei durch ein rechtsmedizinisches Gutachten widerlegt, erklärte die Staatsanwaltschaft.