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13.05.2013

Säugling kurz nach Geburt bei Brand schwer verletzt

Willstätt (dpa/lsw) - Ein neugeborenes Mädchen und ein 50 Jahre alter Mann sind beim Brand eines Bauernhauses im badischen Willstätt (Ortenaukreis) lebensgefährlich verletzt worden. Sie wurden mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen, teilte die Polizei mit. Das Mädchen war erst vor drei Tagen auf die Welt gekommen, es hatte die erste Nacht außerhalb der Klinik verbracht. Es wurde aus den Flammen gerettet und von mehreren Notärzten versorgt.

{elemet}Drei Stunden nach dem Brand war es nicht mehr in Lebensgefahr. Das Feuer brach den Angaben zufolge am Montagmorgen aus ungeklärter Ursache aus. Das zweistöckige Haus wurde völlig zerstört.

Zwei weitere Hausbewohnerinnen Mitte 20 sowie eine Ersthelferin wurden durch Feuer und Rauch schwer verletzt. Sie kamen in Krankenhäuser. Unter den Schwerverletzten ist die Mutter des Säuglings. Bei dem lebensgefährlichen verletzten Mann handelt es sich den Angaben zufolge um den Lebensgefährten der Großmutter des Neugeborenen. Sie alle wohnten gemeinsam in dem Haus.

«Es spielten sich dramatische Szenen ab», sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Gerhard Stech. «Als wir ankamen, stand das Haus komplett in Flammen, für die Bewohner war es Rettung in letzter Sekunde.» Zur Schadenshöhe konnte die Polizei keine Angaben machen. Auch die Ursache blieb zunächst unklar. Die Ermittlungen hierzu, so der örtliche Polizeichef Ingolf Grunwald, werden mehrere Tage dauern.