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© dpa
10.12.2016

Salomon: Mord an Studentin in Freiburg «furchtbarer Einzelfall»

Rom/Freiburg. Nach dem gewaltsamen Tod einer Freiburger Studentin und dem Verdacht gegen einen Flüchtling darf nach Ansicht des Freiburger Oberbürgermeisters Dieter Salomon (Grüne) nicht eine ganze Gruppe kriminalisiert werden. Der Mord an der jungen Frau sei ein «furchtbarer Einzelfall», betonte er am Samstag in Rom, wo er mit mehr als 70 europäischen Kollegen bei einer zweitägigen Konferenz über die Flüchtlingskrise berät.

«Dieser Mord ist so ein furchtbares Verbrechen, ist ein Kapitalverbrechen, und ich bin sicher, dass in allen Kulturen der Welt solche Kapitalverbrechen geächtet sind.» Es gebe keinen Kulturkreis, wo Vergewaltigung und Mord erlaubt seien. Flüchtlinge seien nicht die besseren, aber auch nicht die schlechteren Menschen.

Die von der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften veranstaltete Tagung stand unter dem Titel «Europa: Flüchtlinge sind unsere Brüder». Aus Deutschland waren neben Salomon auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker dabei.

Einem 17 Jahre alten Flüchtling aus Afghanistan, der 2015 nach Deutschland kam, wird vorgeworfen, Mitte Oktober in Freiburg die Studentin vergewaltigt und ermordet zu haben. Der Fall hatte bundesweit eine Debatte über die deutsche Flüchtlingspolitik ausgelöst.

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