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© Symbolbild: dpa
23.07.2015

Schäden nach Unwettern mit Blitzeinschlägen - Enzkreis weitgehend verschont

Offenbach/Kißlegg (dpa/lsw) - Unwetter mit viel Regen und Blitzen haben im Südwesten zahlreiche Schäden angerichtet. Polizei und Feuerwehren rückten zu etlichen Einsätzen aus, etwa wegen umgestürzter Bäume oder vollgelaufener Keller. In Kißlegg im Kreis Ravensburg verursachten Blitzeinschläge Schäden an Häusern. Im Landkreis Freudenstadt kenterten Schüler mit ihren Booten durch den plötzlich einsetzten Regen. Die Abkühlung soll nicht lange währen, Temperaturen über 30 Grad sind schon wieder in Sicht.

Gleich zwei Blitze schlugen am Mittwochabend in Kißlegg in Häuser ein. Dabei ging ein Landwirtschaftsbetrieb in Flammen auf und brannte nieder. Das Feuer richtete laut Polizei einen Schaden von rund 300 000 Euro an. Der zweite Blitz schmorte lediglich eine Antenne durch.

Bei Horb im Landkreis Freudenstadt kenterten zwei Boote, in denen Schüler saßen. Die 15- bis 16-Jährigen einer 18-köpfigen Schulklasse waren mit Kanus in Begleitung von zwei Lehrern unterwegs. Bei Starkregen und Hagel kippten zwei der Boote um. Darin saßen insgesamt fünf Jugendliche sowie eine Lehrerin. Die Gruppe konnte sich ans Ufer retten. Vier der Schüler kamen wegen Unterkühlung in ein Krankenhaus.

Gewitter gab es auch in anderen Bundesländern sowie in den Alpen. Durch Blitzeinschläge wurden ein deutscher Bergwanderer und ein weiterer Mann in Südtirol getötet sowie 16 Soldaten in Bayern verletzt.

Am Freitag könnte es am Oberrhein und am Bodensee nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aus Offenbach schon wieder bis zu 30 Grad warm werden. Regnen soll es mancherorts am Samstag wieder, starker Wind inklusive. Kommende Woche sollen die Temperaturen zwischen 20 Grad im Schwarzwald und 25 Grad am Bodensee liegen.