nach oben
Im Bodensee haben Vermessungstechniker ein Schiffswrack gefunden.
Im Bodensee haben Vermessungstechniker ein Schiffswrack gefunden. © dpa
07.11.2013

Schiffswrack im Bodensee gefunden

Langenargen/Romanshorn (dpa/lsw) - Forscher haben im Bodensee in über 200 Metern Tiefe ein großes Schiffswrack gefunden. Dabei könne es sich um den 1933 versenkten Raddampfer Helvetia handeln, teilte das Projekt «Tiefenschärfe» - das derzeit den Bodensee neu vermisst - am Donnerstag mit.

Darauf deuteten Verzierungen am Bug des Wracks sowie der Fundort östlich des schweizerischen Romanshorn. Das Schiff sei im Jahr 1932 ausgemustert und nach Entfernen beispielsweise der Maschinenanlage und des Kessels am 27. Oktober 1933 versenkt worden - «eine in Zeiten niedriger Schrottpreise gängige Form der Müllentsorgung.»

Seit April 2013 wird der Bodensee im Rahmen des Interreg IV Projekts «Tiefenschärfe» mit moderner Technik flächendeckend neu vermessen und kartiert. Geleitet wird das Projekt vom Institut für Seenforschung (ISF) in Langenargen. Das rund sechzig Meter lange und zehn Meter breite Schiffswrack wurde beim Einsatz eines Fächerecholots entdeckt, das von einem Forschungsschiff aus den Tiefengrund des Sees flächendeckend erfasst.