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Bereits im Februar 2012 waren zwei Brüder aus Unterhausen wegen illegalen Handels mit Marihuana inhaftiert worden. In mühevoller Kleinarbeit gelang es den Ermittlern über weitere Zwischenhändler die Verkaufswege bis zu dem 26-jährigen Reutlinger nachzuvollziehen.
Bereits im Februar 2012 waren zwei Brüder aus Unterhausen wegen illegalen Handels mit Marihuana inhaftiert worden. In mühevoller Kleinarbeit gelang es den Ermittlern über weitere Zwischenhändler die Verkaufswege bis zu dem 26-jährigen Reutlinger nachzuvollziehen. © dpa (Symbolbild)
04.07.2012

Schlag gegen Marihuana-Handel

Ein weiterer Erfolg im Kampf gegen den regionalen Drogenhandel ist der Reutlinger Kriminalpolizei am vergangenen Wochenende gelungen. Sie nahm sieben mutmaßliche Drogendealer vorläufig fest. Fünf der Beschuldigten kamen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen in Untersuchungshaft. 

Beim Drahtzieher handelt es sich um einen 26-jährigen Reutlinger, der nach dem jetzt vorliegenden Ermittlungsergebnis alleine in diesem Jahr über 28 Kilogramm Marihuana an Stammkunden verkauft haben soll. Zwei seiner wie er nun inhaftierten Hauptabnehmer betrieben ihrerseits einen schwunghaften Drogenhandel.

Die Kripo hatte die Männer und weitere Abnehmer schon seit mehreren Monaten im Visier. Bereits im Februar 2012 waren zwei Brüder aus Unterhausen wegen illegalen Handels mit Marihuana inhaftiert worden. In mühevoller Kleinarbeit gelang es den Ermittlern über weitere Zwischenhändler die Verkaufswege bis zu dem 26-jährigen Reutlinger nachzuvollziehen. Als die Fahnder diesen am Sonntag auf frischer Tat ertappten, schlugen die Ermittler zu, nahmen alle Verdächtigen fest und durchsuchten insgesamt zehn Wohnungen.

Sie beschlagnahmten unter anderem 10.000 Euro Dealergeld, hochwertige Elektroartikel im Wert von 40.000 Euro, die mit den Gewinnen aus den illegalen Machenschaften finanziert worden waren, sowie 50 Gramm Amphetamin, mehrere Schreckschusswaffen und Schlagringe.  

Auch die 45-jährige Mutter des 26-Jährigen wurde am Sonntag vorläufig festgenommen. Ihr wird vorgeworfen, die Geschäfte ihres Sohnes immer dann fortgeführt zu haben, wenn dieser in Thailand Urlaub machte. Sie wurde allerdings wie ein Komplize, der bei der Beschaffung von Rauschgift als Fahrer fungierte, vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt.