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Die mutmaßlichen Täter plus der Hinweisgeber auf den Goldtransport-Überfall auf der A81 bei Ludwigsburg scheinen gefasst zu sein. Von der Beute fehlt allerdings noch jede Spur.
Die mutmaßlichen Täter plus der Hinweisgeber auf den Goldtransport-Überfall auf der A81 bei Ludwigsburg scheinen gefasst zu sein. Von der Beute fehlt allerdings noch jede Spur. © dpa
10.06.2010

Schmuckhändler soll Tipp für Goldraub gegeben haben

LUDWIGSBURG. Eine weitere Verhaftung im Fall des spektakulären Goldraubs auf der Autobahn A81 vom 15. Dezember des Vorjahres vermelden Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizeidirektion Ludwigsburg. Ein Schmuckhändler aus dem Raum Nürnberg wurde am Mittwoch als mutmaßlicher Hinweisgeber für den Überfall auf den nach Pforzheim fahrenden Goldtransport festgenommen. Von der Beute fehlt allerdings weiterhin jede Spur.

Anfang Mai konnten die drei letzten noch flüchtigen mutmaßlichen Goldräuber im Irak festgenommen und nach Deutschland abgeschoben werden. Somit hatte die "Ermittlungsgruppe Gold" die fünf mutmaßlichen Hauptverdächtigen ermittelt, die an dem spektakulären Goldraub an der A81-Anschlussstelle Ludwigsburg-Nord beteiligt waren.

Im Zuge der nach wie vor andauernden Ermittlungen der "Ermittlungsgruppe Gold" ergaben sich nun Anhaltspunkte auf eine weitere mutmaßliche Tatbeteiligung. Ein 52-Jähriger soll als mutmaßlicher Hinweisgeber in den Fall verwickelt sein. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde der Tatverdächtige der Haftrichterin beim Amtsgericht Nürnberg vorgeführt. Diese setzte den Haftbefehl jedoch außer Vollzug, da der 52-Jährige aufgrund seiner Erkrankungen nicht haftfähig sei. Die polizeilichen Ermittlungen dauern weiter an. Von dem geraubten Gold, für dessen Wiederbeschaffung eine Belohnung in Höhe von 100.000 Euro ausgesetzt worden ist, fehlt weiterhin jede Spur.