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17.09.2012

Schnellster Kürbis-Paddler schafft 60 Meter in 52,9 Sekunden

Ludwigsburg. Sie sind gelb, rund und bis zu 350 Kilo schwer: In riesigen Kürbissen sind 40 Hobbysportler am Sonntag in Ludwigsburg um die Wette gepaddelt. «Die größte Herausforderung ist, dass die Kürbisse nicht gleichmäßig gewachsen sind», sagte Organisator Stefan Hinner der Nachrichtenagentur dpa. Das mache es besonders schwer, die Balance zu halten.

Bildergalerie: Deutsche Meisterschaft im Kürbisboot-Fahren

In einem ausgehöhlten Kürbis paddelten insgesamt 40 Teilnehmer bei den Deutschen Meisterschaften im Kürbisboot-Fahren in Ludwigsburg um die Wette.

Bei der Regatta vor dem Ludwigsburger Schloss mussten die Kürbis-Kanuten eine Strecke von 60 Metern zurücklegen - mit dem ausgehöhlten Gemüse könnten sie Hinner zufolge aber durchaus noch länger weiterpaddeln. «Der Kürbis geht nicht so schnell kaputt», sagte der Organisator. «Damit kann man die nächsten Wochen noch paddeln.» Um optimal übers Wasser zu gleiten, müssten Teilnehmer dem Kürbis ungefähr das Gewicht ihres eigenen Körpers entnehmen.

Die Größe des Kürbisses sei aber nicht ausschlaggebend für den Sieg auf dem Wasser, betonte Hinner. «Groß bedeutet nicht gleich gut. Es kommt auf den Kanuten an.» Der schnellste Kürbis-Paddler - Patrick Reyinger aus dem schwäbischen Bietigheim-Bissingen - legte die Strecke am Sonntag den Angaben zufolge in rund 52,9 Sekunden zurück. Nach dem Sieg gab es für Reyinger die passende Stärkung: «Der wollte danach unbedingt eine Kürbissuppe essen», sagte Hinner.

Die Regatta fand schon zum neunten Mal auf dem See vor dem Schloss statt. Bei dem ersten Wettkampf glaubte aber wohl noch niemand so recht an die Tragfähigkeit der Kürbis-Boote: Nach Angaben der Veranstalter kamen damals nur drei Teilnehmer.