nach oben
Ein litauisches Gaunerpärchen soll mit Schockanrufen mehrere Tausend Euro erbeutet haben. Die beiden sitzen jetzt in getrennten Gefängnissen in Untersuchungshaft.
Ein litauisches Gaunerpärchen soll mit Schockanrufen mehrere Tausend Euro erbeutet haben. Die beiden sitzen jetzt in getrennten Gefängnissen in Untersuchungshaft. © dpa
03.07.2012

Schockanrufe: Litauisches Gaunerpärchen gefasst

Mit so genannten Schockanrufen werden nicht nur Menschen in Angst und Panik versetzt, sondern in vielen Fällen auch noch um ihr Geld erleichtert. Jetzt hat die Polizei die Festnahme eines "Gaunerpärchens" vermeldet, dass vergangene Woche bei mehreren Spätaussiedlern in einem Künzelsauer Stadtteil Schockanrufe gemacht haben soll. Die beiden litauischen Staatsangehörigen, ein 35 Jahre alter Mann und eine 37 Jahre alte Frau, wurden in getrennte Vollzugsanstalten eingeliefert.

Bei den Schockanrufen hatte der Anrufer mitgeteilt, dass Angehörige in einen Unfall verwickelt und nun sofort Krankenhauskosten zu bezahlen seien. Die angerufenen Personen waren in mehreren Fällen so geschockt, dass sie schließlich Bargeldbeträge an einen kurz danach an der Wohnung vorbeikommenden Mann übergaben. Insgesamt kassierte dieser an zwei Vormittagen rund 15.000 Euro. Einige angerufene Personen verhielten sich vorsichtiger und beendeten die Gespräche oder ließen sich nicht auf eine Geldübergabe ein.

Bei der sofort eingeleiteten Fahndung wurde den Künzelsauer Ermittlern bekannt, dass bei Walldürn durch Beamte der Kripo Buchen zwei verdächtige Personen kontrolliert und vorläufig festgenommen wurden. In ihrem Fahrzeug konnte ein größerer Bargeldbetrag versteckt aufgefunden werden. Ob das Duo für weitere derartige Straftaten in Betracht kommt, müssen die Ermittlungen der Kripo Künzelsau und der Kollegen aus Buchen noch ergeben. pol