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Im alten französischen Kernkraftwerk Fessenheim gegenüber von Freiburg auf der anderen Seite des Rheins gab es wieder eine technische Panne.
Im alten französischen Kernkraftwerk Fessenheim gegenüber von Freiburg auf der anderen Seite des Rheins gab es wieder eine technische Panne. © dpa
08.06.2012

Schon wieder eine Störung im Kernkraftwerk Fessenheim

Straßburg. Im elsässischen Atomkraftwerk Fessenheim dicht an der deutschen Grenze ist nach Angaben des Betreibers EDF eine Unregelmäßigkeit in den Regulierungswerkzeugen von Reaktorblock 2 festgestellt worden. Diese Anomalie, die sich bereits am 28. Mai ereignete, habe keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlage gehabt, hieß es in einer Mitteilung des Elektrizitätskonzerns von Donnerstag.

Der Reaktor war am 26. Mai wegen der Pfingstfeiertage gestoppt und am 28. Mai wieder hochgefahren worden. Dabei seien einige Steuerungsgruppen, die beim Anhalten und Wiederhochfahren des Reaktors eingesetzt würden und die Leistung des Reaktors regulieren, nicht in der vorschriftsmäßigen Position gewesen. Der Fehler sei sofort korrigiert und der Atomaufsicht (ASN) gemeldet worden. Auf der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) habe der Zwischenfall die niedrigste Stufe eins erreicht.

Der französische Präsident François Hollande hat versprochen, dieses älteste Kernkraftwerk des Landes bis zum Ende seiner Amtszeit 2017 vom Netz zu nehmen. Dann wird Fessenheim 40 Jahre alt sein. Grüne und Umweltschützer aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz fordern immer wieder die Schließung dieser ihrer Meinung nach pannenanfälligen und altersschwachen Anlage. dpa