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Aschwak Hadschi Hamid Talo, eine junge Jesidin, die angibt, aus Schwäbisch Gmünd geflohen zu sein, spricht in einem YouTube-Video. Sie soll einem IS-Mitglied begegnet sein, der sie im Irak drei Monate lang gefangengehalten und mehrmals vergewaltigt hat.
Aschwak Hadschi Hamid Talo, eine junge Jesidin, die angibt, aus Schwäbisch Gmünd geflohen zu sein, spricht in einem YouTube-Video. Sie soll einem IS-Mitglied begegnet sein, der sie im Irak drei Monate lang gefangengehalten und mehrmals vergewaltigt hat. © Foto: Sardar sattar/YouTube/dpa
In der irakischen Stadt Mossul soll die Yezidin monatelang von dem IS-Kämpfer festgehalten und vergewaltigt worden sein. Foto: dpa
In der irakischen Stadt Mossul soll die Yezidin monatelang von dem IS-Kämpfer festgehalten und vergewaltigt worden sein. Foto: dpa
17.08.2018

Schreckliches Wiedersehen in Schwäbisch Gmünd: IS-Opfer trifft Peiniger

Erbil/Schwäbisch Gmünd. Eine aus Deutschland geflohene Jesidin, die in Schwäbisch Gmünd ihrem IS-Peiniger begegnet sein soll, hat eine mangelnde Zusammenarbeit mit den Ermittlern beklagt. Die deutschen Behörden hätten sie zuletzt nicht kontaktiert, obwohl sie im Nordirak erreichbar sei, sagte Aschwak Hadschi Hamid Talo der Deutschen Presse-Agentur. «Warum rufen die mich nicht an?»

Das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg hatte am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt, die Ermittlungen könnten im Moment nicht fortgeführt werden, «da die Zeugin für Rückfragen aktuell nicht erreichbar ist.» Auch die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe sagte, dass eine Befragung Anfang Juni daran gescheitert sei, dass die 19-Jährige zu dem Zeitpunkt schon außer Landes gewesen sei.

Seit Juni ermittelt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe in dem Fall, über den zunächst «Welt» und «Bild» unter Berufung auf eine irakische Nachrichtenseite und ein Internetvideo berichtet hatten.

Aschwak gehört der im Nordirak lebenden ethnisch-religiösen Minderheit der Jesiden an. Sie wurde nach eigenen Angaben 2014 von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verschleppt und auf einem Sklavenmarkt an ein IS-Mitglied verkauft. Dieser Mann habe sie monatelang geschlagen und missbraucht, bevor sie fliehen und schließlich nach Deutschland reisen konnte.

Plötzliches Wiedersehen auf der Straße

In ihrer neuen Heimat in Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg hat sie nach eigenen Angaben den Mann Jahre später auf der Straße wiedergetroffen. «Er sagt, er kenne mein ganzes Leben in Deutschland. Ich hatte solche Angst, ich konnte nicht mehr reden», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Die Polizei hatte mit den Angaben der 19-Jährigen ein Phantombild erstellt und versucht, den Mann zu finden. Leider seien ihre Angaben nicht sehr präzise gewesen und der Name, den sie nannte, habe sich keiner Person zuordnen lassen, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft.

Recherchen des SWR stützen die Darstellung der Frau allerdings. Die stellvertretende Vorsitzende des Zentralrates der Jesiden, Zemfira
Dlovani, sagte dem Rundfunk, weitere Mädchen hätten den mutmaßlichen IS-Kämpfer wiedererkannt. Genauere Angaben zur Identität der
Zeuginnen wolle sie derzeit nicht machen.

Aschwak will jetzt nicht mehr nach Deutschland zurückkommen, sondern in ihrer Heimat im Nordirak bleiben. «Ich hatte solche Angst, ich konnte nicht mehr in Deutschland bleiben», sagte sie. Sie sei nach Baden-Württemberg gekommen, um ihren Peiniger zu vergessen. Dies sei dort nicht mehr möglich.

Mad Max
19.08.2018
Schreckliches Wiedersehen in Schwäbisch Gmünd: IS-Opfer trifft Peiniger

Durch offene Grenzen,und eine Willkommenskultur für jedermann,kann man noch nicht mal die schützen,die man vorgibt schützen zu wollen.Wenn ein Staat es noch nicht mal schafft,die Gefährder los zu werden,und diese wenn dann doch abgeschoben,auf Staatskosten dann wieder zurück holt,dann wird es Zeit,für eine Gesetzes Änderung,denn in Deutschland,genießen in erster Linie die Schutz,die Gewalt und Schrecken verbreiten,und das auf Kosten des eigenen Volkes. mehr...

DerNachtgrapp
19.08.2018
Schreckliches Wiedersehen in Schwäbisch Gmünd: IS-Opfer trifft Peiniger

Da stimme ich Ihnen voll zu, würde allerdings "in erster Linie" gegen "auch" ersetzen wollen.... mehr...

rostiger ritter
19.08.2018
Schreckliches Wiedersehen in Schwäbisch Gmünd: IS-Opfer trifft Peiniger

Haben die Herrschaften etwa ihr Herz für die hier lebenden Jesiden entdeckt?:confused: Löblich. Sehr löblich. mehr...

DerNachtgrapp
19.08.2018
Schreckliches Wiedersehen in Schwäbisch Gmünd: IS-Opfer trifft Peiniger

[QUOTE=rostiger ritter;304971]Haben die Herrschaften etwa ihr Herz für die hier lebenden Jesiden entdeckt?:confused: Löblich. Sehr löblich.[/QUOTE] Ich denke nicht, dass es hier in diesem Forum jemanden gibt, der grundsätzlich gegen das Asylrecht ist. Man staunt zuweilen nur was daraus geworden ist und wer es alles in Anspruch nehmen darf. mehr...