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12.10.2012

Schüler von Hund schwer verletzt - Halter flüchtet

Manchmal weiß man nicht, was gefährlicher ist: Der Eine mit der Leine um den Hals oder der Andere mit der Leine in der Hand. So wurde ein 17-jähriger Schüler am Donnerstagabend in Singen/Hohentwiel von einem aggressiven Hund angefallen und mehrmals heftig gebissen und dabei so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Der Hundeführer flüchtete, ohne sich um den Verletzten zu kümmern.

Der 17-jährige Schüler war auf dem Nachhauseweg. Als er in der Burgstraße von einem älteren Herrn nach dem Weg zum Krankenhaus gefragt wurde, zeigte sich der Schüler äußerst hilfsbereit und begleitete den Mann ein Stück. An einem Bahnübergang trennte sich der 17-Jährige kurz vor 18.30 Uhr von dem älteren Mann und trat den Rückweg auf einem unbefestigten Weg entlang der Bahngleise an.

Nach einem Bolzplatz kam dem Schüler ein großer Hund mit schwarzem Fell entgegen, der sofort zu knurren anfing und den Schüler attackierte. Der Angegriffene versuchte zu flüchten, wurde von dem Hund jedoch sofort eingeholt und in den Unterschenkel gebissen. Er stürzte einen Abhang hinunter und musste sich, auf dem Boden liegend, weiterer Angriffe erwehren. Nachdem er kräftig in Richtung des Hundes trat, ließ dieser von ihm ab.

Nahezu zeitgleich nahm das Opfer einen circa 40-jährigen Mann mit kräftiger Statur wahr, der in ausländischer Sprache nach dem Tier rief. Während der Geschädigte sich anschließend zum Bahnübergang schleppte und dort einen Bahnmitarbeiter um Hilfe bat, flüchtete der unbekannte Hundeführer mit seinem aggressiven Tier in Richtung Hohentwiel.

Der Schüler erlitt mehrere Bisswunden am rechten Unterschenkel und zog sich weitere Verletzungen aufgrund des Sturzes zu. Er musste im Krankenhaus ärztlich behandelt werden. pol

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