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Plötzlich war der Busfahrer während der Fahrt nicht mehr ansprechbar.
Plötzlich war der Busfahrer während der Fahrt nicht mehr ansprechbar. © Symbolbild dpa
02.02.2018

Schulbus mit 73 Insassen: Fahrer erleidet Schlaganfall am Steuer

Backnang/Waiblingen. 73 Insassen eines Reisebusses sind am Freitagmorgen nur knapp einem schlimmen Busunglück entgangen. Der Busfahrer erlitt während der Fahrt vermutlich einen Schlaganfall.

Der Doppeldecker startete am frühen Morgen in Backnang zu einer Skiausfahrt. Gegen 6 Uhr meldete ein Lehrer per Handy über Notruf die drohende Gefahr. Der Reisebus sei demnach mit geöffneten Gepäckklappen losgefahren und der Busfahrer nicht mehr ansprechbar, obwohl der Bus immer weiter fuhr. Auf Hupzeichen anderer Autofahrer reagiere der Fahrer auch nicht mehr.

Die Winnender Polizei folgte dem Reisebus in Folge des Notrufs. Der Versuch, den Bus mit Blaulicht und "Bitte Folgen"-Zeichen von der Bundesstraße zu lotsen oder zu stoppen, scheiterte zunächst. Der Reisebus passierte über 15 Kilometer lang mehrere Ausfahrten der B14 und fuhr weiter in Richtung Stuttgart.

Bei der Ausfahrt Waiblingen-Mitte gelang es den Lehrkräften schließlich, auf den Busfahrer so einzuwirken, dass dieser abbremste und das Fahrzeug auf dem Verzögerungsstreifen zum Stehen brachte. Der Fahrer des Busses wurde umgehend notärztlich versorgt und in eine Klinik gebracht.

Laut Polizei deutet alles auf einen Schlaganfall bei dem Fahrer hin. «Alkohol und Drogen waren nicht im Spiel», sagte ein Polizeisprecher.