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Von Tübingen ins syrische Kriegsgebiet: Eine 20-Jährige soll gegen ihren Willen von ihrem Mann in Aleppo festgehalten werden.  
Von Tübingen ins syrische Kriegsgebiet: Eine 20-Jährige soll gegen ihren Willen von ihrem Mann in Aleppo festgehalten werden.   © Symbolbild: dpa
04.03.2015

Schwangere Tübingerin wird von Schweizer Islamist in Syrien festgehalten

Stuttgart. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen einen Schweizer Al-Kaida-Kämpfer, der eine zum Islam konvertierte Frau aus Tübingen in Syrien festhalten soll. Es handele sich, so Medienberichte, um eine 22 Jahre alte Ehefrau des Mannes, dem sie zunächst freiwillig zu einem vermeintlichen Urlaub in die Türkei gefolgt sei.

Die Anklagebehörde bestätigte lediglich ein Ermittlungsverfahren, ohne Details zu nennen. Wie der Rechercheverbund weiter berichtet, war der 20-Jährige mit türkischen Wurzeln im Herbst 2014 nach Syrien gereist, um sich dort der Al-Nusra-Front anzuschließen, dem syrischen Ableger des Terrornetzes Al-Kaida. Demnach folgte ihm seine damals schwangere Ehefrau aus Tübingen im vergangenen Oktober freiwillig in die Türkei im festen Glauben, dort Urlaub mit dem Salafisten zu verbringen.

Das Paar sei aber in den Norden der umkämpften syrischen Stadt Aleppo gereist. Die Frau werde von ihrem Mann an der Rückreise nach Deutschland gehindert, in verschiedenen Kampfgebieten Syriens festgehalten und misshandelt, heißt es in dem Bericht.

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