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Bei einer Serie von Auffahrunfällen sind auf der Autobahn 5 nahe Karlsruhe acht Menschen verletzt  worden. Insgesamt waren 18 Autos darin verwickelt.
Bei einer Serie von Auffahrunfällen sind auf der Autobahn 5 nahe Karlsruhe acht Menschen verletzt worden. Insgesamt waren 18 Autos darin verwickelt. © Symbolbild
05.02.2012

Schwarzes Wochenende: Drei Verkehrstote in Böblingen

BÖBLINGEN. Im Bereich der Polizeidirektion Böblingen ist es am Wochenende gleich zu drei Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang gekommen. Bei einem Verkehrsunfall zwischen Schönbuchtunnel und der Ausfahrt Herrenberg, an dem fünf Autos beteiligt waren, ist nach Polizeiangaben in der Nacht zum Sonntag eine 28-jährige Autofahrerin auf der A 81 ums Leben gekommen. In Gärtringen wurde ein 86 Jahre alter Fußgänger von einem Geländewagen überrollt. Und in Böblingen krachte ein voll besetzter Bmw gegen eine Betonwand, ein Mann kam dabei ums Leben.

Der genaue Unfallhergang auf der A 81 ist noch nicht endgültig geklärt. Bislang geht die Polizei davon aus, dass die beim Unfall tödlich verletzte Frau aus dem Kreis Calw zuvor mit ihrem VW Polo in Richtung Singen unterwegs war und dann aus ungeklärter Ursache zunächst nach rechts auf den Standstreifen geriet und dann quer über die Fahrbahn in die Mittelleitplanke schleuderte. Ein nachfolgender 23-jähriger Golf-Fahrer und ein 57-jähriger VW-Bus-Fahrer bemerkten den Unfall rechtzeitig und konnten noch ausweichen. Dies gelang einem 21 Jahre alten Hyundai-Fahrer nicht. Er krachte zuerst in das Heck des Polos und dann noch gegen den Golf und den VW-Bus. Dabei wurden der Hyundai- und der Golf-Fahrer leicht verletzt. Die Unfallverursacherin stieg nach dem Aufprall aus ihrem Auto, überquerte die Mittelleitplanke auf die Gegenfahrbahn und wurde dort von einem herannahenden BMW eines 56-jährigen überrollt. Die Frau verstarb noch an der Unfallstelle. Wegen des Unfalls war die A 81 über mehrere Stunden voll gesperrt. In Richtung Stuttgart mussten die Autofahrer zweieinhalb und in Richtung Singen dreieinhalb Stunden bei Außentemperaturen knapp unter minus 20 Grad ausharren. Das Deutsche Rote Kreuz versorgte die geduldigen Insassen mit Heissgetränken. Der Rückstau hielt sich mit zwei und vier Kilometern in Grenzen, da der Verkehr in beide Richtungen vor der Unfallstelle ausgeleitet wurde. Die Feuerwehren Herrenberg und Gültstein waren mit sechs Fahrzeugen und 26 Mann im Einsatz. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Den Gesamtsachschaden beziffert die Polizei auf rund 25 000 Euro.

Ein tragischer Verkehrsunfall ereignete sich am späten Samstagabend zwischen Nufringen und Gärtringen. Ein 86-jähriger Fußgänger kam auf der Kreisstraße 1067 zwischen Nufringen und Gärtringen zu Fall, wo er auf der Fahrbahn liegen blieb. Eine 60-jährige Geländewagenfahrerin, die von Nufringen in Richtung Gärtringen fuhr, erkannte den Mann auf dem Boden zu spät. Sie leitete zwar noch eine Vollbremsung ein, konnte aber nicht mehr verhindern, dass sie den Mann überrollte. Der 86-Jährige verstarb noch an der Unfallstelle aufgrund der Unfallfolgen. Warum der betagte Mann auf der Fahrbahn lag, ist noch unklar. Er war trotz Außentemperaturen von minus 16 Grad lediglich mit einer leichten Jacke und Hausschuhen bekleidet. Die Unfallverursacherin erlitt einen Schock. Zur Klärung des Unfallhergangs zog die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen hinzu. Zur Ausleuchtung der Unfallstelle war die Feuerwehr Nufringen mit sieben Mann und zwei Fahrzeugen ausgerückt.

Ein Todesopfer, zwei lebensgefährlich verletze Personen und eine Schwerverletzte sind die traurige Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls in der Nacht zum Sonntag im Böblinger Herdweg. Die 21 Jahre alte Fahrzeuglenkerin kam in dem neuen 5er-BMW mit ihren drei männlichen Begleitern von der Sudetenstraße und fuhr in Richtung Panzerstraße, wo sie zuerst vermutlich wegen eines Fahrfehlers und überhöhter Geschwindigkeit mit den Rädern gegen den rechten Bordstein geriet und danach über den vereisten Gehweg an einer Mauer entlang schlitterte. Danach krachte sie auf die Ecke einer Gartenmauer, von wo sie regelrecht wegkatapultiert wurde und frontal in die gegenüberliegende Böschung krachte. Die Wucht des Aufpralls auf das Betoneck der Mauer war so groß, dass ein massives Teil herausgerissen und 50 Meter weit gegen eine Hauswand geschleudert wurde. Bei dem Unfall wurde ein 28 Jahre alter Mann so schwer verletzt, dass er an der Unfallstelle reanimiert werden musste. Dennoch verstarb er wenig später in einem Krankenhaus aufgrund der Schwere seiner Verletzungen. Ein 39-jähriger Mitfahrer schwebt noch immer in Lebensgefahr, ein 30 Jahre alter Mann und die Fahrzeuglenkerin wurden mit schweren Verletzungen ebenfalls in ein Krankenhaus eingeliefert. Bei den männlichen Insassen des BMW handelt es sich um Angehörige der US-Streitkräfte. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Untersuchung des Unfalls durch einen Gutachter an. Die Insassen mussten von der Feuerwehr aus dem total demolierten Autowrack geschnitten werden. Der Gesamtschaden beträgt 60 000 Euro.