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Eine Krankenschwester mit Schutzkleidung und Mundschutz verlässt durch eine Schleuse ein Infektionszimmer. Drei Menschen sind in den vergangenen Tagen an der Schweinegrippe gestorben. 
Eine Krankenschwester mit Schutzkleidung und Mundschutz verlässt durch eine Schleuse ein Infektionszimmer. Drei Menschen sind in den vergangenen Tagen an der Schweinegrippe gestorben.  © dpa
05.01.2011

Schweinegrippe: Erste Tote im Südwesten

STUTTGART. Auch in Baden-Württemberg zieht das Schweinegrippe-Virus weiter seine Kreise. Ein Sprecher des Landesgesundheitsamtes in Stuttgart teilte auf Nachfrage mit, dass Ende Dezember in Heidelberg eine infizierte Frau gestorben ist. Sie habe schwere Vorerkrankungen gehabt, die letztlich zu ihrem Tod geführt hätten.

Das Alter der Frau sei ihm nicht bekannt. Auch wie viele Menschen im Land derzeit an dem Virus erkrankt seien, wisse er nicht. Es bestehe keine grundsätzliche Meldepflicht für Grippeerkrankungen, nur nachgewiesene Erreger müssten vom Arzt bekanntgegeben werden. Im Dezember 2010 sei in zehn von 25 eingereichten Proben das H1N1-Virus festgestellt worden.

Das Gesundheitsamt mahnt zur Gelassenheit. «Es ist alles im grünen Bereich», sagte der Sprecher. Anders als vor gut einem Jahr gebe es jetzt ausreichend Impfstoff. Zudem sei mittlerweile auch in der regulären Grippe-Impfung einen Schutz gegen das H1N1-Virus enthalten.

Die Schweinegrippe ist in diesem Jahr wieder in den Fokus gerückt, nachdem in Göttingen (Niedersachsen) zwei infizierte Menschen gestorben sind. Der Sprecher des Landesgesundheitsamtes Baden- Württemberg betonte jedoch, dass die normale Grippe in der Regel gefährlicher sei und mehr Todesopfer fordere. In der vorigen Saison starben im Südwesten insgesamt 36 Menschen im Zusammenhang mit Grippe. Das Gesundheitsamt rät dazu, sich durch eine Impfung zu schützen.

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