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06.06.2014

Schwer verletzter Lkw-Fahrer und kilometerlange Staus auf der A5

Karlsruhe. Ein offenbar lebensgefährlich verletzter Lkw-Fahrer, rund 250.000 Euro Sachschaden sowie kilometerlange Staus waren am Freitagmorgen die Folgen eines Unfalles auf der A5 zwischen der Anschlussstelle Karlsruhe-Rüppurr und dem Karlsruher Dreieck.

Nach den Angaben des Verkehrsunfalldienstes hatte sich kurz vor 06.00 Uhr auf der Fahrbahn in Richtung Frankfurt etwa 250 Meter vor der baustellenbedingten Verengung auf zwei Spuren ein Stau gebildet. Während der Fahrer eines 7,5-Tonners auf dem rechten der drei Fahrstreifen rechtzeitig anhalten konnte, gelang dies dem nachfolgenden Fahrer eines mit Holz beladenen 40-Tonners nach Zeugenaussagen offenbar nicht, so dass er auffuhr. Unmittelbar darauf fuhr ein mit Granulat beladener 40-Tonner dann mit großer Wucht auf die beiden vor ihm Stehenden auf.

Der Fahrer des letzten Fahrzeuges, ein 51 Jahre alter Mann aus Polen, wurde in der Folge schwer verletzt im Führerhaus seines Wagens eingeklemmt. Er wurde von der Karlsruher Berufsfeuerwehr mit schwerem Gerät befreit und nach einer ersten ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr war zunächst nicht auszuschließen. Die beiden anderen Fahrer erlitten nur leichte Blessuren, kamen aber vorsorglich gleichfalls in umliegende Kliniken. Die Rettungsdienste hatten einen Notarzt sowie drei Rettungswagen im Einsatz.

Während der Bergung des Eingeklemmten war eine kurzfristige Vollsperrung der Richtungsfahrbahn erforderlich; ansonsten musste der Verkehr zunächst einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Gegen 09.50 Uhr stand dann ein zweiter Fahrstreifen zur Verfügung.

Auch danach gestalteten sich die Aufräum- und notwendigen Reinigungsarbeiten weiterhin schwierig, so dass eine endgültige Streckenfreigabe erst gegen 10.35 Uhr möglich war. Da sich der Verkehr aus Richtung Süden sowohl auf der Autobahn als auch auf den Ausweichstrecken ganz erheblich zurück gestaut hatte, lösten sich die Behinderungen auch danach nur zögerlich auf.