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Bei einem schweren Unfall ist ein Lkw-Fahrer ums Leben gekommen.
Bei einem schweren Unfall ist ein Lkw-Fahrer ums Leben gekommen. © dpa
Bei einem schweren Unfall ist am Mittwochmorgen ein Lastwagenfahrer auf der A5 bei Karlsruhe ums Leben gekommen. © Baden-TV
Schon wieder ist bei einem schweren Unfall auf der A5 bei Karlsruhe ein Mann ums Leben gekommen. © Baden-TV
Schon wieder sind auf der A5 zwischen den Asnchlussstellen Bruchsal und Karlsruhe-Nord drei Lkw zusammengestoßen. Dabei gab es einen Toten. Die A5 war kurzzeitig voll gesperrt. © Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg
19.06.2013

Schwerer Unfall auf A5: Lastwagen-Fahrer stirbt

Erneut tödlicher Lastwagenunfall auf der Autobahn A5 bei Karlsruhe: Ein Lastwagenfahrer starb gestern Morgen, als er gegen 9.15 Uhr mit seinem Sattelzug bei einem Stau auf einen anderen Lkw auffuhr. Ein weiterer Lkw-Fahrer wurde nach Angaben der Polizei leicht verletzt. Zwei Sattelzüge brannten aus. Zur Bergung und Rettung war die Autobahn nördlich von Karlsruhe für eine Stunde vollständig gesperrt.

Bildergalerie: Schwerer Unfall auf A5: Lastwagen-Fahrer stirbt

Wegen Aufräumarbeiten blieb die Fahrbahn Richtung Süden zwischen Bruchsal und Karlsruhe-Nord noch für Stunden gesperrt. Es bildete sich ein 17 Kilometer langer Rückstau, auch die Umleitungsstrecken waren überlastet.

Der Unfall geschah an einem Stauende wegen einer Baustelle. Der vermutlich polnische Lenker eines in Dänemark zugelassenen Sattelzuges war mit großer Wucht auf ein mit Metallgut beladenes Fahrzeug aufgefahren, das wiederum auf einen Silo-Lastzug geschoben wurde. Das Fahrzeug des Unfallverursachers geriet in Brand, für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Die Flammen griffen auf den zweiten Lastzug über, dessen Fahrer sich aber retten konnte. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei mehr als 200 000 Euro.

Erst vor zwei Wochen waren - etwas nördlich davon bei Bruchsal - ebenfalls auf der A5 fünf Menschen bei einem Lastwagenunfall ums Leben gekommen. Damals war ein 31-jähriger Lastwagenfahrer auf den Kleinlastwagen der Opfer aufgefahren.

Unfälle wie diese schockieren auch die Lkw-Fahrer in der Region. Rolf Benzinger, Geschäftsführer der Spedition Benzinger in Friolzheim, sieht vor allem die reglementierten Arbeitszeiten der Lastwagenfahrer als Ursache für schwere Unfälle. „Man muss zu bestimmten Zeiten fahren und zu bestimmten Zeiten Pause machen. Einen Motor kann man dann einfach abstellen, einen Menschen aber nicht“, sagt er. Bevor es diese Regelung gegeben habe, sei es durchaus üblich gewesen, dass die Fahrer auch mal für zehn Minuten auf einen Rastplatz gefahren sind und ein kurzes Nickerchen gemacht haben. „Wenn man das selbst entscheiden kann, ist es viel effektiver“, meint Benzinger. Doch auch die Tatsache, dass nicht alle Lastwagen wichtige Sicherheitssysteme eingebaut haben, ist laut Benzinger ein großes Problem. „Es sollte gesetzlich vorgeschrieben sein, diese Systeme einzubauen“, meint Benzinger. Die Fahrzeuge seiner Spedition seien rund 10.000 Euro teurer als herkömmliche Lastwagen, weil sie die Systeme eingebaut haben. „Durch Spur - und Abstandhalter können Unfälle verhindert werden, weil sie das Fahrzeug automatisch vorher abbremsen“, erklärt Benzinger. Auch wenn diese Systeme nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, sind sie für ihn selbstverständlich: „Ich habe eine Verantwortung für meine Mitarbeiter und Mitmenschen“, sagt er.

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