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Einen Tag nach dem furchtbaren Unfall in Karlsruhe sind die drei Schwerverletzten außer Lebensgefahr. © dpa
26.09.2012

Schwerverletzte nach Unfall in Karlsruhe außer Lebensgefahr

Einen Tag nach dem furchtbaren Unfall in Karlsruhe, bei dem ein Auto in eine Straßenbahn-Haltestelle geschleudert wurde und zwei Menschen starben, sind die drei Schwerverletzten außer Lebensgefahr. Kritisch ist vor allem der Zustand einer 19-jährigen Frau gewesen. Die mutmaßliche Unfallverursacherin wurde bislang nicht befragt; sie hat inzwischen einen Rechtsanwalt mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt.

Bildergalerie: Auto schleudert in Karlsruhe in Haltestelle: Zwei Tote

Bei dem Unfall am Dienstagmittag war eine Frau mit ihrem Wagen in eine Menschengruppe geschleudert worden und hatte zwei Menschen im Alter von 57 und 72 Jahren in den Tod gerissen. Drei weitere Passanten waren schwer verletzt worden. So wurden entgegen erster Meldungen auch die 34 Jahre alte mutmaßliche Unfallverursacherin wie auch die in dem von ihr gesteuerten Wagen mitfahrenden 2 und 16 Jahre alten Mädchen verletzt. Glücklicherweise handelte es sich aber nur um Schürfungen und Prellungen, so dass nur eine ambulante Behandlung erforderlich war.

Der Zustand einer in eine Klinik eingelieferten 19 Jahre alten Frau konnte von den behandelnden Ärzten inzwischen stabilisiert werden, so dass nicht mehr von Lebensgefahr ausgegangen werden muss. Neben ihr befinden sich noch zwei schwer verletzte Männer im Alter von 26 und 27 Jahren in stationärer Behandlung. Wie berichtet, waren zudem zwei 23 und 29 Jahre alte Passanten sowie der 24-jährige Fahrer des weiteren beteiligten Autos leicht verletzt worden.

Bei den noch andauernden Ermittlungen zum genauen Unfallhergang gehen Polizei und Staatsanwaltschaft aufgrund von Zeugenaussagen und der am Unfallort gesicherten Spuren weiterhin davon aus, dass die 34-jährige Autofahrerin offenbar mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war und sie trotz für sie geltenden Rotlichts in den Einmündungsbereich eingefahren ist, wo es zu dem folgenschweren Unfall kam. Sie war auf der Kreuzung mit einem anderen Wagen kollidiert und abgedrängt worden.

Zur Klärung, ob das Auto der Frau womöglich technische Mängel hatte, wurde durch die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ein Gutachten in Auftrag gegeben. Anhaltspunkte für einen wie auch immer gearteten Defekt sind bislang allerdings nicht erkennbar. Auch funktionierte die Ampelanlage offenbar einwandfrei. Die Unfallfahrerin habe bislang noch keine Aussage gemacht, sagte ein Polizeisprecher.

Die vierspurige Durchlacher Allee, die auch ein Zubringer zur Autobahn ist, gilt als Unfallschwerpunkt. Immer wieder würden Autofahrer rote Ampeln missachten, sagte ein Polizeisprecher. «Im Vergleich zu dem schweren Unfall am Dienstag ist es bisher immer glimpflich ausgegangen.» Es werde überlegt, ob Blitzgeräte für mehr Verkehrsdisziplin sorgen könnten. pol/dpa