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30.07.2016

Schwule und Lesben bilden in Stuttgart bunte CSD-Parade

Stuttgart (dpa/lsw) - Mit der Polit-Parade hat der Stuttgarter Christopher Street Day (CSD) am Samstag seinen Höhepunkt erreicht. Rund 4500 farbenfroh bekleidete Menschen nahmen an dem Umzug teil. Das waren laut Organisatoren mehr Teilnehmer als je zuvor. Mit Transparenten, Fahnen und Slogans setzten sie sich für die Rechte von Schwulen und Lesben, Bi- und Transsexuellen ein. Der Umzug bestand aus Festwagen, Motorrädern und Feiernden zu Fuß. Die Organisatoren rechneten wie jedes Jahr entlang der Strecke mit etwa 200 000 Zuschauern. Die Polizei nannte zunächst keine Zahlen.

Hunderte Beamte sicherten die Innenstadt bei der Parade. Sicherheitsbehörden hatten die Vorkehrungen dieses Jahr nach den Gewalttaten in Bayern und andernorts erhöht: Es gab mehr Absperrungen und mehr Personal - auch zusätzliche verdeckte Kräfte. Erkenntnisse für eine konkrete Bedrohung beim CSD gab es laut Polizei nicht.

Die Landes-SPD und die SPD Nachwuchsorganisation Jusos fordern am Rande des CSD die grün-schwarze Landesregierung dazu auf, den Kurs der grün-roten Vorgängerregierung fortzusetzen und sich auf Bundesebene zur Ehe für alle zu bekennen. «Die Ehe für alle braucht im Bund die Unterstützung und den Rückhalt des Landes Baden-Württemberg», sagten die Kandidatin für den SPD-Landesvorsitz, Leni Breymaier, und der Juso-Landesvorsitzende Leon Hahn.

Der CSD mit seinen Paraden und Straßenfesten gilt international als Symbol für den Kampf um die Rechte von Homosexuellen. Das Motto des 20. Stuttgarter CSD lautete «Operation Sichtbarkeit».