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Der Jahreswechsel zieht die Leute in die Innenstädte. Die Polizei ist mit mehr Einsatzkräften unterwegs, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.
Der Jahreswechsel zieht die Leute in die Innenstädte. Die Polizei ist mit mehr Einsatzkräften unterwegs, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. © dpa
29.12.2016

Silvester in den Großstädten: Mehr Polizei und mobile Wachen

Stuttgart (dpa/lsw) - Die baden-württembergische Polizei rüstet sich für den Jahreswechsel. An Silvester und der Neujahrsnacht seien im ganzen Land zusätzliche Beamte im Dienst, teilte ein Sprecher des Innenministeriums in Stuttgart mit. Eine genaue Zahl nannte er nicht. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt sind in der Silvesternacht 500 Polizisten zusätzlich unterwegs, wie ein Sprecher mitteilte. Die Beamten seien vor allem in der Innenstadt im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen. Auch in Karlsruhe, Freiburg und Mannheim werden die örtlichen Einsatzkräfte verstärkt.

Auf dem Schlossplatz in Stuttgart seien zwei mobile Wachen in großen Zelten geplant. Dort könne man Rat holen oder auch Anzeige erstatten. «Dann muss man nicht extra auf das Polizeirevier gehen», sagte der Sprecher. Beim letzten Jahreswechsel hatte es auch in der Stuttgarter Innenstadt sexuelle Übergriffe auf Frauen gegeben. Im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn sind in der Silvesternacht gleichfalls mehr Beamte auf der Straße. «Wir sind verstärkt zu sehen», sagte ein Sprecher, ohne die Anzahl der Polizisten zu nennen.

Das Polizeipräsidium Karlsruhe wird am Silvesterwochenende in seinem Beritt etwa ein Drittel mehr Polizeikräfte einsetzen als an normalen Wochenenden. Im Vergleich zum Silvestereinsatz des Vorjahres sei die Zahl der Beamten allerdings nicht wesentlich erhöht worden, erklärte ein Polizeisprecher. Zusätzlich würden sogenannte Interventionskräfte eingesetzt - also Polizisten, die bei Bedarf zu möglichen Brennpunkten geschickt werden könnten.

Im Beritt des Mannheimer Polizeipräsidiums hingegen sind im Vergleich zur Silvesternacht des Vorjahres 50 Prozent mehr Kräfte im Einsatz; in den Städten proportional mehr als in ländlicheren Regionen, wie ein Polizeisprecher sagte. «In die Einsatzplanung floss Köln mit ein, aber auch der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt», sagte er weiter. Die Polizei setze auf Präsenz vor Ort. Auch der Sicherheitscontainer der Polizei am Mannheimer Paradeplatz, sonst nur an Werktagen geöffnet, sei in der Silvesternacht besetzt.

In Freiburg ist die Polizei nach den zwei Mordfällen in der Region besonders sensibilisiert. «Wie werden deutlich sichtbar unterwegs sein», sagte ein Sprecher. Es herrsche eine gewisse Verunsicherung in der Bevölkerung. Eine Besonderheit gibt es in der Universitätsstadt beim Nahverkehr: Die Innenstadt wird in der Silvesternacht bis zum nächsten Morgen von Straßenbahnen nicht angefahren, wie die Freiburger Verkehrs AG mitteilte. Sie stoppen am Rande der Innenstadt. Hintergrund sei der erwartete Andrang. Die Buslinien fahren aber rund um die Uhr. Schon seit Jahren haben die Verkehrsbetriebe die Innenstadt mit der Straßenbahn gemieden. Der Zeitraum wurde dabei immer verlängert.