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Die Vorfreude auf die WM steigt in Sinsheim, da Winfried Kretschmann sein Kommen angekündigt hat.
WM-Auftakt in Sinsheim © dpa
24.06.2011

Sinsheim im WM-Fieber - Kretschmann besucht Auftaktspiel

SINSHEIM.Die Spannung in Sinsheim steigt. An diesem Freitagabend eröffnet der kleinste Austragungsort der Frauenfußball-WM seine Fanmeile auf dem Burgplatz mit einem Konzert der Big Band der Bundeswehr.Dann ist ein Tag Pause, bevor der Wettbewerb beginnt. Am Sonntag wird um 15.00 Uhr in der Rhein-Neckar-Arena das erste Spiel ausgetragen: Nigeria trifft auf Frankreich. Unter den Zuschauern wird auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann erwartet. Insgesamt werden in Sinsheim vier Partien gespielt.

Der Regierungschef rief die Bürger auf, sich als weltoffene und freundliche Gastgeber zu präsentieren. «Ich erinnere mich gerne an die großartige Stimmung rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Jetzt bekommen wir ein neues Sommermärchen», sagte er am Freitag in Stuttgart. Auf der Fanmeile will Kretschmann außerdem Schüler treffen, die zwei Tischkicker-Spiele für den Stuttgarter Flughafen bemalt haben. Sie sollen am Eingangstor zu Baden-Württemberg für die Fußball-WM werben.

Sinsheim mit seinen 35 000 Einwohnern erwartet für das Großereignis vor allem Zulauf aus der Rhein-Neckar-Region. Die Spiele in dem rund 25 000 Sitzplätze umfassenden Station sind weitgehend ausverkauft, die Fanmeile ist für rund 4000 Zuschauer ausgelegt. Am Sonntag ist ein großer Familientag geplant mit ökumenischem Gottesdienst, Konzerten und einer Tanzgruppe aus Nigeria. Die Partie Nigeria gegen Frankreich wird ebenso auf eine Großleinwand übertragen wie das Auftaktspiel der deutschen Mannschaft gegen Kanada ab 17.30 Uhr in Berlin.

In den weiteren Spiele in Sinsheim treffen am 2. Juli die US-Girls auf Kolumbien, und am 5. Juli treten die Exoten Neuseeland und Mexiko gegeneinander an. Am 16. Juli wird in Sinsheim um den dritten Platz gespielt. Oberbürgermeister Rolf Geinert(SPD)zeigte sich im Vorfeld sehr zufrieden mit der Auswahl der Mannschaften. «Wir wollten die Französinnen haben, weil die Grenze zu Frankreich nicht weit ist, und die Amerikanerinnen, weil hier viele US-Bürger wohnen. Beides haben wir bekommen.» Er drückt der deutschen Mannschaft die Daumen, «aber wenn sie nur ins kleine Finale kommt, wird sich unsere Trauer sehr in Grenzen halten», fügte er im Blick auf den Austragungsort Sinsheim hinzu.dpa