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Ein Skilift ist am 17.01.2014 bei Hinterzarten (Baden-Württemberg) an einem grünen Hang zu sehen. Während auf dem Feldberg, auf dem höchsten Berg im Schwarzwald die Skilifte laufen, stehen viele Skilifte, die im Schwarzwald unterhalb von 1100 Metern liegen, still.
Ein Skilift ist am 17.01.2014 bei Hinterzarten (Baden-Württemberg) an einem grünen Hang zu sehen. Während auf dem Feldberg, auf dem höchsten Berg im Schwarzwald die Skilifte laufen, stehen viele Skilifte, die im Schwarzwald unterhalb von 1100 Metern liegen, still. © dpa
19.01.2014

Skiliftbetreiber klagen über milde Temperaturen

Stuttgart (dpa/lsw) - Die milden Temperaturen treiben vielen Skiliftbetreibern auf der Schwäbischen Alb Sorgenfalten auf die Stirn. Von den rund 40 Liften konnten in dieser Saison die meisten noch gar nicht oder nur wenige Tage öffnen. «Wir haben Frühlingswetter», sagte Hedwig Möck, Betreiberin des Skilifts Erpfingen in Sonnenbühl (Kreis Reutlingen). Ihr Lift war diesen Winter noch keinen Tag in Betrieb.

Besser dran ist, wer eine Schneekanone hat: Beim WSV Ebingen in Albstadt (Zollernalbkreis) war immerhin der Kinderlift für einige Tage geöffnet. Um auch die lange Piste mit Kunstschnee zu bedecken, muss es allerdings noch kälter werden. Die Betreiber sind noch zuversichtlich: «Im letzten Jahr war das ja auch so - ab Ende Januar konnten wir in Betrieb gehen», sagte der WSV-Vorsitzende Siegfried Binder.

Der Feldberg im Südschwarzwald profitiert von der landesweiten Schneearmut. Der höchste Berg in Baden-Württemberg zähle derzeit überdurchschnittlich viele Wintersportler, hatte Bürgermeister Stefan Wirbser (CDU) vor kurzem erklärt. Der Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Baden-Württemberg sieht die fast schon frühlingshaften Temperaturen mit einem lachenden und weinenden Auge. Betriebe, die nur auf Schnee und Eis vertrauten, bekämen sicherlich Probleme mit den warmen Winter, sagte Dehoga-Sprecher Daniel Ohl. Es seien aber immer weniger, die ausschließlich auf dieses Thema setzen.

Auf die Landwirtschaft wirke sich das Wetter bislang nicht negativ aus, sagte der Referent des Landesbauernverbandes, Marco Eberle. Die Pflanzen könnten nicht in Winterruhe gehen, das schade ihnen aber nicht. Nur wenn nun plötzlich eine längere Kälteperiode komme, bestehe die Gefahr für Frostschäden beispielsweise bei Getreide und Raps.

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