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© Symbolbild: dpa
29.11.2017

Söhne streiten sich wegen Fußballspiel: Familienkrieg endet blutig

Karlsruhe. 2006 trafen sich in Deutschland Fußballfans unter dem Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“. Dass es im Fußball aber wenig freundschaftlich zugeht, kann man jedes Wochenende in den großen Stadien und selbst auf den kleinen Dorfplätzen erleben. Weil zwei junge Männer wegen eines Fußballspiels in Streit gerieten, hat sich die Auseinandersetzung auch auf die kosovarischen und türkischen Familien übertragen. Am Ende erhielt in Philippsburg ein 24-Jähriger lebensgefährliche Verletzungen und ein 39-jähriger mutmaßlicher Messerstecher kam vor den Haftrichter.

Der 39-Jährige wird beschuldigt, am Dienstagabend in Philippsburg einem 24-Jährigen mit einem Messer lebensgefährliche Verletzungen beigebracht zu haben. Nach den bisherigen Feststellungen der Kriminalpolizei sind die Familien des 39-Jährigen und eines 43-Jährigen am Dienstagnachmittag in Streit geraten. Auslöser der Streitigkeiten dürften Unstimmigkeiten zwischen den Söhnen der Familien im Zusammenhang mit einem Fußballspiel gewesen sein.

In der Folge sei der 43-Jährige in Begleitung des 24-Jährigen gegen 17.30 Uhr zur Wohnung des Beschuldigten in Phippsburg gekommen und habe dort geklingelt. Als der 39-Jährige und sein Sohn die Türe öffneten, seien diese sofort mit Fäusten und einem Teleskopschlagstock angegriffen worden. Im Laufe der Auseinandersetzung sei der 39-Jährige von dem 43-Jährigen mit einem Messer leicht verletzt worden. Anschließend seien die Angreifer geflüchtet. Mehrere Familienmitglieder des 39-Jährigen hätten dann die Verfolgung der beiden aufgenommen und den 24-Jährigen gestellt. Der Beschuldigte soll dann auf den jungen Mann mit einem Messer eingestochen und diesem lebensgefährliche Verletzungen zugefügt haben.

Das Opfer konnte sich am Marktplatz bei einem Zeugen bemerkbar machen, der Rettungsdienst und Polizei verständigte. Der 24-Jährige wurde in einer Klinik notoperiert.

Die Ermittlungen in diesem Fall gestalten sich schwierig, da zum Tathergang unterschiedliche Aussagen aller Beteiligten vorliegen. Zeugen, die das Tatgeschehen beobachtet haben oder sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst Karlsruhe, Telefon (0721) 939-5555 in Verbindung zu setzen.